Wirtschaftliche Landnutzung nachhaltig gestalten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nutzung natürlicher Ressourcen für wirtschaftliche Entwicklung (SURED)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Äthiopien
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

Äthiopien. Terrassen in Tigray © GIZ

Ausgangssituation

Die Landwirtschaft ist für das Wirtschaftswachstum und die langfristige Ernährungssicherheit in Äthiopien unabdingbar. Sie bildet für drei Viertel der Bevölkerung die Haupteinnahmequelle. Seit 2008 arbeitet die äthiopische Regierung mit Unterstützung der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit daran, das Land zu rehabilitieren und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Ziel

Land wird nachhaltig und effizient genutzt und die landwirtschaftliche Produktion somit gesteigert. Die Marktanbindung für Produkte und Dienstleistungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ist verbessert.

Äthiopien. Diskussionsrunde einer Bauerngruppe in einem Wassereinzugsgebiet. © GIZ

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät die äthiopische Regierung dabei, ihre Ziele im nachhaltigen Landmanagement wirkungsvoll umzusetzen:

Zunächst entwickelt und verbreitet es konzeptionelle Grundlagen für eine umweltgerechte Landbewirtschaftung. Leitgebende Richtlinien sollen dafür zusammen entwickelt und angewendet werden. Zudem sollen Partner leistungsfähiger werden und nationale Reformbestrebungen im Landmanagement umgesetzt werden.

Gleichzeitig erarbeitet das Vorhaben Optionen für die Instandsetzung und effiziente Bewirtschaftung der Flächen. Dafür entwickelt es partizipative Landnutzungspläne mit Fokus auf Frauen und Jugendliche. Wertschöpfungsketten für die dauerhafte Nutzung rehabilitierter Anbauflächen sind ebenso geplant.

Schließlich soll ein innovatives Ausbildungssystem die Kompetenz von Berater*innen in der Rehabilitation und wirtschaftlichen Entwicklung verbessern.

Mit dem Ansatz „Schutz durch Produktion“ unterstützt das Vorhaben die landwirtschaftlichen Aktivitäten der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Wertschöpfungsketten, die einen umweltgerechten und sozialen Ansatz verfolgen, schaffen Arbeitsplätze in den Projektregionen und bilden damit eine langfristige Lebensgrundlage für Bäuerinnen und Bauern. 

Das Vorhaben wird mit zusätzlichen Mitteln der Europäischen Union unterstützt.
 

Wirkungen

  • Die Entwicklung von sechs Produkten und Dienstleistungen zu Wertschöpfungsketten hat das Beratungspotenzial der Partner erhöht. Die Produkte enthalten Analysen zum Potenzial von Wertschöpfungsketten in rehabilitierten Wassereinzugsgebieten. Zudem liefern sie Vorschläge, wie die Bewirtschaftung zum Erhalt der Flächen beitragen kann. Bei den Dienstleistungen handelt es sich um Beratungsleistungen für Landwirt*Innen zu verschiedenen agrar-ökonomischen Themen, wie dem Zugang zu und Management von Kleinkrediten oder dem Zugang zum Markt.
  • Die Rahmenbedingungen für ländliche Entwicklung wurden verbessert.
  • Grundlagen zur ökonomischen Landnutzung sind durch die Entwicklung von 21 Landnutzungsplänen geschaffen.
  • 2.300 Expert*innen wurden zu den Themen Landrehabilitierung und wirtschaftliche Entwicklung geschult.
  • Das Vorhaben hat fünf landwirtschaftliche Innovationen für das Landwirtschaftsministerium als Projektpartner aufbereitet. Dabei handelt es sich um Ansätze, die über Jahre hinweg erfolgreich getestet wurden. Zu den Themen zählen: Community Managed Natural Resource Governance, Sustainable Landscape Stabilization, Commercial Training Provision, Participatory Land Use Planning, Protection through Production.
  • 1.500 Landwirt*innen haben ihr Wissen zum Farmer Business School-Ansatz verbessert. Dieser Ansatz beinhaltet unternehmerische Kenntnisse in Finanzmanagement und Betriebsführung sowie im Bereich der Ernährungssicherung.

Stand: Januar 2021

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