Competitive Cashew Initiative (ComCashew)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Competitive Cashew Initiative (ComCashew)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Mosambik, Sierra-Leone
Partner: SECO, Intersnack, Trade & Development Group, the min-istries of agriculture in Ghana and Mozambique (INCAJU), the Conseil de Coton et de l’Anacarde (CCA) in Côte d’Ivoire, the Dutch Sustainable Trade Initiative (IDH), SAP AG, Olam, and USAID.
Politische Träger: Benin: Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries (Ministère de l’Agriculture, de l’Elevage et de la Pêche [MAEP]), Burkina Faso: Ministry of Agriculture, Water and Water Resources (Ministère de l’Agriculture et de l’Hydraulique), Côte d’Ivoire: Ministry of Agriculture (Ministère de l´Agriculture [MINAGR]), Cotton and Cashew Council (Con-seil du Coton et de l’Anacarde [CCA]), Mosambik: National Cashew Institute (Instituto de Formento de Caju [INCAJU]), Ghana: Ministry of Food and Agriculture (MOFA)
Gesamtlaufzeit: 2009 bis 2020

Ausgangssituation

Ein Großteil der weltweiten Cashew-Ernte stammt aus Afrika. Die Einkünfte der meisten Cashew-Bauern sind jedoch eher niedrig, die Anbaumethoden wenig produktiv. Das Potenzial, bei der Herstellung und Verarbeitung von Nüssen und ihren Nebenprodukten Arbeitsplätze zu schaffen und höhere Einkommen zu erzielen, ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Wettbewerbsfähigkeit der Cashew-Wertschöpfungskette in den afrikanischen Erzeugerländern ist noch zu schwach.

Die Competitive Cashew Initiative (ComCashew) unterstützt seit 2009 Produzenten in Benin, Burkina Faso, Côte d‘Ivoire, Mosambik und Ghana dabei, ihre Erträge und die Qualität der Nüsse zu steigern. Mehr als 100 öffentliche und private Partner haben sich in der Initiative zusammengeschlossen, weitere Partner sind Forschungsinstitute. ComCashew ist Teil des GIZ-Programms „Breitenwirksame Förderung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten in Afrika“.

Ziel

In ausgewählten afrikanischen Ländern ist die Wettbewerbsfähigkeit der Cashew-Wertschöpfungskette erhöht.

Vorgehensweise

Zusammen mit öffentlichen und privaten Akteuren will das Projektteam die Wettbewerbsfähigkeit des Cashew-Sektors in ausgewählten afrikanischen Ländern verbessern. Es unterstützt dazu unterschiedliche Akteure entlang der Cashew-Wertschöpfungskette.

Das Projekt umfasst vier Komponenten:

  1. Verbesserung der Produktivität sowie Steigerung von Quantität und Qualität der Produktion
  2. Verbesserung von Effizienz, Quantität und Qualität der Verarbeitung
  3. Aufbau nachhaltiger Marktverknüpfungen: national, regional und international
  4. Schaffen eines förderlichen Umfeldes, beispielsweise durch Richtlinien, die den Cashew-Sektor begünstigen

Partner des Vorhabens sind unter anderem African Cashew Alliance (ACA), The Trade & Development Group (TDG), United States Agency for International Development (USAID), die Landwirtschaftsministerien von Burkina Faso und Ghana Intersnack sowie Kraft Heinz, OLAM, Cotton and Cashew Council (CCA), IDH, INAJU, Walmart.

Wirkung

Mehr als 420.000 Landwirte, davon 22 Prozent Frauen, wurden gemäß den Standards der sogenannten „Guten landwirtschaftlichen Praxis“ ausgebildet. Erreicht wurde eine Verdopplung der Einkommen und bis zu 80 Prozent höhere Erträge mit besserer Qualität.

Zusätzliche Einnahmen in Höhe von 26 Millionen US-Dollar wurden durch die lokale Verarbeitung von Cashew-Nüssen erzielt. 5.800 neue Arbeitsplätze wurden in der lokalen Verarbeitung geschaffen, von denen drei Viertel von Frauen besetzt sind.

27 Projekte öffentlicher und privater Akteure entlang der Wertschöpfungskette werden über Gegenwertmittel finanziert. Zusätzlich erfolgen jährliche Abgaben von mehr als 30 Millionen Euro, die von den Cashew-Erzeugerländern gesammelt werden.

Für seine Strategie und den großen Erfolg erhielt das Vorhaben den OECD-DAC-Innovationspreis „Innovation auf Entwicklungsebene“.

In Côte d'Ivoire wurden folgende Ergebnisse erzielt:

  • Mehr als 90.000 Cashew-Bauern wurden nach den Standards „Guter landwirtschaftlicher Praxis“ ausgebildet. Die Ausbildung trug zu einer Ertragssteigerung von 336 Kilogramm pro Hektar (2010) auf 591 Kilogramm pro Hektar (2015) bei.
  • 35 ivorische Cashew-Experten wurden 2014 in einem Master-Trainer-Programm ausgebildet.
  • Der Cashew-Sektor ist insgesamt besser organisiert. Mit Unterstützung des Projekts fand 2014 und 2016 die Internationale Cashew-Ausrüstungs- und Verarbeitungsmesse (SIETTA) statt. Ende 2016 wurde der internationale Beirat Cajou CICC eingerichtet.
  • Acht Verarbeiter konnten mit Unterstützung technischer Berater ihre Verarbeitungsleistung von 2.500 auf 18.000 Tonnen erhöhen.