Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus an der mittleren und unteren Donau

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionalvorhaben zur Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus an der mittleren und unteren Donau über das Donaukompetenzzentrum (DKZ)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Bulgarien, Kroatien, Moldau, Rumänien, Serbien, Ukraine
Politischer Träger: Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikationen der Republik Serbien
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2018

Ausgangssituation

Die mittlere und untere Donauregion vereint EU-Länder wie Bulgarien, Rumänien und Kroatien, Kandidaten wie Serbien und bisher noch wenig mit Europa vernetzte Länder wie die Ukraine und die Republik Moldau. Die Folgen des Kriegs im ehemaligen Jugoslawien und die schwierigen Demokratisierungsprozesse mit vielen politischen Wechseln schwächen bis heute die wirtschaftliche Stabilität der Region.

Tourismuspolitik wird vorwiegend national, nicht regional betrieben. Aufgrund dieser Herausforderung für die Entwicklung des grenzüberschreitenden Tourismus, wurde eine Kooperationsplattform angeregt. Als Donaukompetenzzentrum soll sie dazu beitragen, die EU-Donaustrategie umzusetzen, damit die Anrainerstaaten der Donau zu einer Makroregion zusammenwachsen, eine Marke „Donau“ zu kreieren sowie die Bedingungen für die Entwicklung des Tourismus und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu verbessern.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des grenzüberschreitenden Tourismus an der mittleren und unteren Donau sind verbessert.

Vorgehensweise

Im Rahmen der EU-Donaustrategie unterstützt das Projekt die Kooperation zwischen den Anrainerstaaten der unteren und mittleren Donau. Mit dem Donaukompetenzzentrum (DKZ) wurde ein regionaler Verband zur Wirtschafts- und Tourismusförderung für private und öffentliche Tourismusakteure geschaffen. Das Zentrum bietet Dienstleistungen im grenzüberschreitenden Tourismus an und fördert touristische Unternehmen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der mittleren und unteren Donauregion sollen davon profitieren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ das Donaukompetenzzentrum (DKZ), als regionale Kooperations- und Marketingplattform, dabei, Tourismus und Biodiversität mit Blick auf einen nachhaltigen Tourismus zu stärken.

Das Zentrum soll als Partner der Donauanrainerstaaten, der EU und anderer bedeutender Institutionen der Region agieren. Zu seinen Aufgaben gehört es, regionale Tourismusprodukte zu entwickeln, länderübergreifend verfügbar zu machen und zu bewerben. Zudem sollen neue Qualitätsstandards für touristische Leistungen im Donauraum erarbeitet und eingeführt werden. Sie sollen zu einer nachhaltigen Tourismusentwicklung und zu einer Dachmarke „Donau“ beitragen.

Wirkungen

Das Donaukompetenzzentrum (DKZ) ist der einzige regionale Tourismusverband. Er vernetzt die Partner des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Nichtregierungsorganisationen aller zehn Donauländer.

Das DKZ hat über 70 Mitgliedsorganisationen in den Donauländern. Die Mitglieder erhalten zahlreiche Dienstleistungen, darunter Beratung und Fortbildungen, und können so ihre Geschäftsfelder regional erweitern. Neue grenzüberschreitende Tourismusmaßnahmen wurden mit den Mitgliedern entwickelt und im Rahmen der EU-Donaustrategie für die wirtschaftliche Entwicklung der Region genutzt.

Die untere und mittlere Donau wurde durch vielfältige Maßnahmen als Reiseziel bekannt gemacht, unter anderem durch das Webportal danube.travel, gemeinsame Auftritte der Anrainerstaaten auf Messen, Werbematerialien und Teilnahme an Konferenzen.

Seit 2011 arbeiten das Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikationen und andere Interessensgruppen mit dem DKZ an der Entwicklung der regionalen Kulturroute „Römisches Kaiserreich und Donauweinstraße“ und an verschiedenen Fahrradrouten.

Als führender Partner in mehreren Konsortien mit Ministerien und anderen Tourismusakteuren nimmt das Donaukompetenzzentrum an Wettbewerben für EU-finanzierte Projekte und Dienstleistungen in der Donauregion teil. Darüber hinaus ist das Zentrum in beratender Funktion in zwei Arbeitsgruppen der Europäischen Donaustrategie eingebunden. Seine Aufgabe ist es hier, Interesse am Donautourismus in Institutionen zu wecken.