Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus an der mittleren und unteren Donau

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionalvorhaben zur Förderung des grenzüberschreitenden Tourismus an der mittleren und unteren Donau über das Donaukompetenzzentrum (DKZ)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Bulgarien, Kroatien, Moldau, Rumänien, Serbien, Ukraine
Politischer Träger: Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikationen der Republik Serbien
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2017

Ausgangssituation

Die mittlere und untere Donauregion vereint neue EU-Länder wie Bulgarien, Rumänien und Kroatien, Kandidaten wie Serbien und bisher noch wenig mit Europa vernetzte Länder wie die Ukraine und die Republik Moldau. Die Folgen des Kriegs im ehemaligen Jugoslawien und die schwierigen Demokratisierungsprozesse mit vielen politischen Wechseln schwächen bis heute die wirtschaftliche Stabilität der Region. Tourismuspolitik wird vorwiegend national, nicht regional betrieben. Durch diese Herausforderung wurde eine Kooperationsplattform im Bereich Tourismus angeregt. Sie soll als Donaukompetenzzentrum dazu beitragen, eine Marke „Donau“ zu kreieren, neue Arbeitsplätze im Tourismussektor zu schaffen und die EU-Donaustrategie umzusetzen, mit der die Länder der Donau zu einer Makroregion zusammenwachsen sollen.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des grenzüberschreitenden Tourismus an der mittleren und unteren Donau sind verbessert.

Vorgehensweise

Im Rahmen der EU-Donaustrategie unterstützt das Projekt die Kooperation zwischen den Anrainerstaaten der unteren und mittleren Donau. Mit dem Donaukompetenzzentrum (DKZ) wurde ein regionaler Verband zur Wirtschafts- und Tourismusförderung für private und öffentliche Tourismusakteure geschaffen. Das Zentrum bietet Dienstleistungen im grenzüberschreitenden Tourismus an und fördert touristische Unternehmen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der mittleren und unteren Donauregion sollen davon profitieren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ das Donaukompetenzzentrum (DKZ), als regionale Kooperations- und Marketingplattform, dabei, Tourismus und Biodiversität mit Blick auf einen nachhaltigen Tourismus zu stärken.

Das Zentrum soll als Partner der Donauanrainerstaaten, der EU und anderer bedeutender Institutionen der Region agieren. Zu seinen Aufgaben gehört es, regionale Tourismusprodukte zu entwickeln, länderübergreifend verfügbar zu machen und zu bewerben. Zudem sollen neue Qualitätsstandards für touristische Leistungen im Donauraum erarbeitet und eingeführt werden. Sie sollen zu einer nachhaltigen Tourismusentwicklung und zu einer Dachmarke „Donau“ beitragen.

Wirkungen

Das Donaukompetenzzentrum (DKZ) ist der einzige regionale Verband im Bereich Tourismus. Er vernetzt die Partner des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Nichtregierungsorganisationen aller zehn Donauländer.

Das DKZ hat über 70 Mitgliedsorganisationen in den Donauländern. Die Mitglieder werden beraten und geschult und können so ihre Geschäftsfelder regional erweitern. Neue grenzüberschreitende Tourismusmaßnahmen wurden mit den Mitgliedern entwickelt und im Rahmen der EU-Donaustrategie für die Entwicklung einer Marke „Donau“ genutzt.

Die untere und mittlere Donau wurde durch vielfältige Maßnahmen als Reiseziel bekannt gemacht, unter anderem durch das Webportal danube.travel, gemeinsame Auftritte der Anrainerstaaten auf Messen, Werbematerialien und Teilnahme an Konferenzen.

Seit 2011 arbeiten das Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikationen und andere Interessensgruppen mit dem DKZ an der Entwicklung von zwei regionalen Kulturrouten: „Römisches Kaiserreich“ und „Wein an der Donau“.

Als führender Partner in mehreren Konsortien mit Ministerien und anderen Tourismusakteuren nimmt das Donaukompetenzzentrum an Wettbewerben für EU-finanzierte Projekte und Dienstleistungen in der Donauregion teil. Darüber hinaus ist das Zentrum in beratender Funktion in zwei Arbeitsgruppen der Europäischen Donaustrategie eingebunden. Seine Aufgabe ist es hier, Interesse am Donautourismus auf institutioneller Ebene zu wecken.