Das Abfallmanagement Serbiens verbessern und der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Klimasensibles Abfallmanagement (DKTI)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Serbien
Politischer Träger: Ministerium für Umweltschutz
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

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Ausgangssituation

Serbien modernisiert schrittweise seine Abfallmanagementprozesse. Dabei will es sich stärker an den politischen Maßgaben der Europäischen Union für Abfallmanagement, auch im Hinblick auf eine Kreislaufwirtschaft, orientieren. Für die Abfallwirtschaft sind in Serbien die lokalen Selbstverwaltungen zuständig. Die meisten Kommunen entsorgen ihre Abfälle auf Deponien, die modernen Managementstandards nicht entsprechen, und setzen dabei klimaschädliche Treibhausgase frei.

Obwohl die Primärabfalltrennung in Serbien gesetzlich geregelt ist, funktioniert das Recycling in der Praxis nicht. Wertstoffe aus Siedlungsabfällen werden überwiegend von informellen Sammler*innen gesammelt, die bei der Bereitstellung von Recycling-Diensten Pionierarbeit leisten.

Ziel

Das serbische Umweltministerium arbeitet eng mit den lokalen Selbstverwaltungen zusammen, um eine kreislaufwirtschaftlich orientierte Politik für verbessertes Abfallmanagement umzusetzen, und führt innovative Modelle für die Einbeziehung informeller Ressourcensammler*innen in kommunale Abfallmanagementsysteme ein.

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Vorgehensweise

Auf nationaler Ebene berät das Vorhaben staatliche Institutionen und Unternehmen der Abfallwirtschaft bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft.

Auf regionaler und lokaler Ebene unterstützt es drei Regionen bei der Durchführung von Pilotprojekten zur Einführung kreislaufwirtschaftlicher Verfahren in ihre Abfallmanagementsysteme. Parallel dazu verbessert das Vorhaben administrative Strukturen und Kompetenzen mit dem Ziel, informelle Sammler*innen einzubinden, die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen zu fördern und so stärker integrierte Abfallmanagementdienste zu entwickeln.

Mit drei Hauptkomponenten setzt das Vorhaben die folgenden Schwerpunkte:

  • politische und strategische Konsultationen auf nationaler Ebene zur Verbesserung der strategischen Rahmenbedingungen durch Förderung eines klimasensiblen Kreislaufwirtschaftskonzepts für das Abfallmanagement;
  • Erprobung kreislaufwirtschaftlicher Geschäftsmodelle in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft;
  • Einführung bewährter Verfahren für ein kreislaufwirtschaftskonformes Abfallmanagement auf lokaler Ebene zur Minderung des Treibhausgasausstoßes.

Stand: Juli 2021

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