Stärkung des Solarmarktes in Tunesien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung des Marktes fuer kleine und mittlere PV-Anlagen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tunesien
Politischer Träger: Ministerium für Energie, Bergbau und Erneuerbare Energie
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019

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Ausgangssituation

Tunesien deckt seinen Strombedarf zu rund 97 Prozent aus Gas und Öl. Der Staat subventionierte Energie im Jahr 2015 mit mehr als 150 Mrd. Euro und belastete seinen Haushalt damit erheblich. Zugleich besteht angesichts stetig sinkender Systempreise für Photovoltaik (PV) eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Alternative für die Stromproduktion.

Aktuell sind jedoch trotz optimaler geografischer Voraussetzungen nur 35 Megawatt Photovoltaik-Kapazität installiert. Um den Anteil an Photovoltaik-Anlagen zu erhöhen, sind verstärkte private und öffentliche Investitionen notwendig. Grundvoraussetzung sind bessere gesetzliche und administrative Rahmenbedingungen und kundenorientierte Dienstleistungen des Privatsektors sowie eine Verankerung des Marktwachstumes in benachteiligten Regionen.

Ziel

Das Vorhaben unterstützt die tunesische Regierung beim Ausbau des Marktes für dezentrale Photovoltaikanlagen.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit seinem Durchführungspartner, der nationalen Energieagentur ANME, sowie weiteren Partnern in der Hauptstadt, den Provinzen und Gemeinden setzt sich das Vorhaben für bessere Rahmenbedingungen und Dienstleistungen ein.

Die Partner wollen bürokratische Investitionshemmnisse unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Empfehlungen abbauen. Dazu wollen sie beispielsweise staatliche Förderprogramme entwickeln und die Rahmenbedingungen für Investoren attraktiver gestalten.

Akteure des lokalen Solarmarktes – Energieagentur, Energieversorger STEG, Städte und Gouvernorate, Unternehmensvertreter, Banken, Verbraucherzentrale und andere – erarbeiten in drei Fokusregionen Aktionspläne zur Verbesserung von Investitionen und setzen diese gemeinsam um. Die Lernerfahrungen werden anderen Regionen sowie Vertretern der nationalen Förderpolitik zur Verfügung gestellt.

Die Transparenz und Qualität der Produkte und Dienstleistungen am Markt werden verbessert. Hierzu werden Methoden und Instrumente identifiziert und entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen für Entscheider, Berater und Installateure geplant und durchgeführt. Lernerfahrungen werden auch hier aufbereitet und zur Verfügung gestellt.

Strom aus Photovoltaik-Anlagen stellt eine wirtschaftliche Alternative zur Stromerzeugung in Tunesien dar. Foto: GIZ