Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Regionale Kooperation zur nachhaltigeren Gestaltung des Bergbaus
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Peru, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien
Regionaler Träger: Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL)
Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2016

Ausgangssituation

Der Bergbau hat eine herausragende Bedeutung für die wirtschaftliche Dynamik der Andenländer und gilt als Motor aktueller und zukünftiger Entwicklung. Bolivien, Chile und Peru sind traditionelle Bergbauländer. In Ecuador und Kolumbien wird der Sektor gerade weiterentwickelt. Der positiven Rolle des Sektors stehen volkswirtschaftliche und soziale Kosten in Folge von Ressourcenkonflikten gegenüber, zum Beispiel um Wasser und Energie, Umweltbelastungen, Auseinandersetzungen sowie Menschenrechtsverletzungen. In den Andenländern sind trotz struktureller Unterschiede die zentralen Herausforderungen und Problemlagen ähnlich. Dennoch findet kaum ein Austausch zwischen den Ländern und den unterschiedlichen Akteursgruppen, wie den Ministerien, Bergbauunternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu Lösungsansätzen und guten Praktiken statt.

Ziel

Die länderübergreifende Zusammenarbeit hat zu einer sozial, ökologisch und wirtschaftlich verantwortlichen Gestaltung des Bergbaus in Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru beigetragen.

Vorgehensweise

Damit die Potenziale des Bergbausektors besser ausgeschöpft werden können, ist eine übergreifende und koordinierte Bearbeitung der verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit nötig: Ökonomische Nachhaltigkeit, das heißt Gestaltung und Implementierung von Politiken, Strategien und Anreizen zur Steigerung von Nachhaltigkeitsansätzen beim Abbau mineralischer Rohstoffe, wie Kupfer, Kohle, Gold und andere, sowie ökologische Nachhaltigkeit. Dabei ist es wichtig, dass moderne und umweltfreundliche Technologien eingesetzt werden, die unter anderem helfen Wasser und Energie einzusparen. Zudem gilt es Prozesse anzustoßen die auf soziale Nachhaltigkeit hinwirken, sowie Instrumente zu entwickeln, die die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure in Form von Dialogprozessen, aber auch Verhandlungsmechanismen, regeln.

Die GIZ arbeitet mit dem regionalen Träger, der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL), in drei Themenfeldern zusammen:

  1. Politik- und Strategie
  2. Guter Regierungsführung der beteiligten Interessensgruppen (Stakeholder-Governance)
  3. Technologietransfer und Innovationsförderung

Dabei fördert die GIZ die Interaktion zwischen den Akteuren auf regionaler Ebene und bereichert die Diskussion durch die weltweiten Erfahrungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, der deutschen Wirtschaft und der angewandten Wissenschaft. Workshops, Konferenzen und Studien dienen dabei als zentrales Element für den Austausch von Interessen und Erwartungen.

Komplementär zur GIZ führt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ein Vorhaben durch. Regionaler Partner für beide Vorhaben ist die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL).

Nach einer Orientierungsphase wurde die Konzeption zusammen mit dem regionalen Träger CEPAL angepasst. Auf dieser Grundlage konnte im Dezember 2014 die Umsetzungsphase gemeinsam mit den Partnern begonnen werden.