Globale Partnerschaften zur Förderung digitaler Innovationen für nachhaltige Entwicklung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Innovationswerkstatt II - Globale Partnerschaften zur Förderung digitaler Innovationen für nachhaltige Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global, Einsatzländer: Äthiopien, Ghana, Indonesien, Mexiko, Senegal
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

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Ausgangssituation

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich globale Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Globale Formen partnerschaftlicher Zusammenarbeit sind dafür der Schlüssel. Akteure der öffentlichen Hand, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen systematisch an innovativen Lösungen arbeiten und sich dafür vernetzen. Dabei bieten Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) Chancen und Lösungen für eine weltweit nachhaltige Entwicklung. Insbesondere können digitale Innovationen, Methoden und Ansätze dabei helfen, die Ziele der Agenda 2030 schneller, besser und kostengünstiger zu erreichen. Zudem können sie wesentlicher Treiber für nachhaltige Entwicklung sein, eröffnen Zugänge zu Wissen, Bildung und Arbeitsmarkt, verbessern und vereinfachen die Kommunikation oder ermöglichen neuen Geschäftsideen. Digitale Innovationen können zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor allem von benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen beitragen, wenn sie beispielweise in der Gesundheit oder bei der Bildung zum Einsatz kommen. Auch bei der Umsetzung von Klimazielen bieten sie Potenziale.

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Ziel

Globale Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) und andere Kooperationsnetzwerke entwickeln und nutzen digitale Innovationen. Die Entwicklung ausgewählter Pilotländer ist positiv beeinflusst.

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Vorgehensweise

Das Projekt baut bestehende Kooperationsnetzwerke für digitale Innovationen aus und arbeitet daran, dass neue entstehen. Weiterhin schafft das Vorhaben Voraussetzungen für die globale Vernetzung der Kooperationsnetzwerke. Ein dritter Handlungsschwerpunkt sieht die Verbesserung der Voraussetzungen für die Entwicklung von digitalen Innovationen vor. Dabei fördert das Vorhaben einen strukturierten und langfristig bleibenden globalen Austausch über digitale Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung. Hervorzuheben ist dabei, dass es im Gegensatz zu verschiedenen zwischenstaatlichen Projekten um einen globalen Wissensaustausch und regionale Vernetzung geht.

Als Pilotländer sind vor allem Äthiopien, Ghana, Indonesien, Mexiko, Senegal sowie deutsche Akteure beteiligt. Die Kooperationsnetzwerke einschließlich der MAP erarbeiten und erproben digitale Innovationen für nachhaltige Entwicklung. Sie tauschen sich Regionen übergreifend aus. Das Vorhaben leistet einen Beitrag dazu, die fachliche Diskussion bei ausgewählten Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu fördern. Auf diesem Weg soll das Potenzial von digitalen Technologien besser aus geschöpft werden. 

Das Vorhaben zielt darauf ab, dass sich beteiligte nationale Netzwerke über Probleme, Bedarfe und positive Erfahrungen austauschen. In einer weiteren Phase passen die Netzwerke vorhandene und neue Lösungen an länderspezifische Hintergründe an. Vorgesehen ist auch, diese pilothaft umzusetzen. Auf diese Weise werden Voraussetzungen geschaffen, Lösungen über Ländergrenzen zu verbreiten. 

Es bestehen zwei Kombifinanzierungen durch die Europäische Union (Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm Horizon 2020).

Die Entwicklung eines intelligenten Bienenmonitoring und -management-Dienstes wird vor allem über die Kombifinanzierung SAMS (Smart Apiculture Management Service) realisiert. Durch dieses Projekt stärkt das Vorhaben internationale Partnerschaften mit ausgewählten Ländern und Regionen, die vor allem niedrige und mittlere Einkommen aufweisen. Es geht vor allem um Länder in Afrika südlich der Sahara und Länder der ASEAN-Region.

Die zweite Kombifinanzierung DiBiCoo (Digital Global Biogas Cooperation) trägt dazu bei, Märkte für nachhaltige Biogastechnologien aus Europa in Entwicklungs- und Schwellenländer vorzubereiten. Dies wird durch die Entwicklung und Anwendung digitaler und nicht digitaler Unterstützungsinstrumente und -maßnahmen erreicht. Es werden länderspezifische Technologien für die Importmärkte entwickelt und bestehende Lösungen angepasst. Ziel ist es, Technologien für erneuerbare Energien zu fördern und ihren Anteil in den Zielländern zu erhöhen. 

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