Innovationswerkstatt – realising shared solutions

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Innovationswerkstatt – realising shared solutions
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global (überregional weltweit)
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2017 

Ausgangssituation

Partnerschaftliche Zusammenarbeit ist der Schlüssel, um globale Herausforderungen in Zukunft gemeinsam nachhaltiger bearbeiten zu können. Die internationale Gemeinschaft hat mit der Paris-Deklaration und der Accra Agenda for Action die Bedingungen für partnerschaftliche Zusammenarbeit definiert und mit der Entwicklungspartnerschaft von Busan bekräftigt. Die Erwartungen an eine angemessene Beteiligung der Partnerländer haben sich bisher jedoch nicht erfüllt. Zahlreiche und vielfältige internationale Dialogprozesse haben es bisher kaum geschafft, die Weltgemeinschaft zu einem schonenderen Umgang mit Ressourcen zu bewegen, die Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung sicherzustellen oder die Gesundheitsversorgung weltweit zu verbessern.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit ist dann erfolgreich, wenn alle Partner motiviert und bereit sind, sich in einer Gruppe internationaler Akteure länderübergreifend zu engagieren und dafür einzusetzen, Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Erfolgreich waren und sind Maßnahmen in der internationalen Zusammenarbeit, in denen Lösungen nicht nur theoretisch erarbeitet werden, sondern in denen gemeinsam Konzepte und Projekte entwickelt werden und deren Umsetzung Teil des Projektverlaufs ist. Wissensaustausch, mit dem Blick auf die Anwendung, und globale Vernetzung sind Mittel zum Zweck, um umsetzungs- und tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

Ausgangspunkt des Vorhabens sind die globalen Herausforderungen in der Landwirtschaft, der Gesundheit und der Umwelt. Dadurch werden die Potenziale der gemeinsamen Erarbeitung nachhaltiger Lösungen nicht genutzt, die in einem länder- und/oder kulturraumübergreifenden Dialog angelegt sind. Innovative Konzepte für nachhaltige Entwicklung von Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt werden in regionenübergreifenden Netzwerken folglich zu wenig bedarfsorientiert umgesetzt.

Ziel

Teilnehmer an der Innovationswerkstatt entwickeln gemeinsam Lösungen, die angepasst an die Bedingungen vor Ort die Lebensbedingungen – beispielswiese von Kleinbauern, Müttern und Kindern sowie als Naturschützer ausgebildeten jungen Erwachsenen – langfristig verbessern.

Vorgehensweise

Die Innovationswerkstatt ist ein Raum für neues Denken und Handeln in der internationalen Zusammenarbeit. Er soll die Stakeholder in themenspezifischen Netzwerken zu Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft und Naturschutz dabei unterstützen, gemeinsam neue Lösungswege zu gehen. Zentrale Methodik ist die Bedarfsermittlung durch die Stakeholder in ihren jeweiligen Ländern sowie kontinentübergreifender Wissenstransfer zwischen den Netzwerken der Länder zum Austausch über erfolgreiche Beispiele.

Je 2 bis 3 Länder Asiens, Afrikas, Osteuropas und/oder Lateinamerikas sowie Deutschland werden einbezogen. Geplant ist, dass ein Akteurs-Netzwerk pro Land für jedes der drei Themen – Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft, Naturschutz – gemeinsam Lösungen erarbeitet. Dabei soll es drei Prozesse durchführen: Bedarfsermittlung, Wissenstransfer und Umsetzung. Das Vorhaben gibt (finanzielle) Impulse zur Projektentwicklung und -umsetzung durch alternative Finanzierungsmöglichkeiten, schafft Raum und Zeit für die Zusammenarbeit der Akteure und Netzwerke und begleitet die Teilnehmenden mit modernen Methoden zu Selbstorganisation, flachen Hierarchien, Teamentwicklung und anderen Themen. Die Netzwerke tauschen ihr Wissen und gute Praktiken aus, entwickeln Lösungen, bereiten deren Anwendung vor und setzen sie pilothaft um.

Erste Arbeitsthemen sind:

  1. Voraussetzungen für die Umsetzung innovativer Ansätze
  2. Einsatz neuer Medien in der Gesundheitsversorgung (e-Health)
  3. Einsatz von IKT-Lösungen in der Landwirtschaft (ICT4Ag)
  4. Beschäftigung junger Erwachsener in Naturschutzprojekten (future4nature)

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