Information Matters – Ambitionierte Berichterstattung und internationale Lernprozesse

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Information Matters – Kapazitätsaufbau für ambitionierte Berichterstattung und Förderung internationaler gegenseitiger Lernprozesse durch Austausch
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Land: Chile, Dominikanische Republik, Ghana, Philippinen
Politischer Träger: Chile: Ministerio de Medio Ambiente (MMA); Dominikanische Republik: Consejo Nacional para el Cambio Climático y el Mecanismo de Desarrollo Limpio (CNCCMDL); Ghana: Environmental Protection Agency (EPA); Philippinen: Climate Change Commission (CCC)
Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2016 

Ausgangssituation

Die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu beschränken. Dazu ist es notwendig, die globalen Treibhausgas-Emissionen massiv zu verringern. Um die Fortschritte der Länder hinsichtlich dieses Zieles auf globaler Ebene überprüfen zu können, haben die Teilnehmer der internationalen Klimakonferenz 2011 in Durban, Südafrika, beschlossen, dass alle Länder im Zweijahresrhythmus Berichte zum Stand und zur Entwicklung ihrer Treibhausgas-Emissionen sowie zu den nationalen Klimaschutzaktivitäten beim Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) einreichen. Viele Entwicklungsländer verfügen jedoch nicht über die für die Berichterstattung notwendigen personellen, finanziellen und institutionellen Ressourcen und Fähigkeiten.

Ziel

Die Transparenz und Qualität der zweijährigen Berichte der Partnerländer entspricht den Anforderungen der Klimarahmenkonvention und ist somit ein wichtiger Baustein für das Pariser Klimaabkommen 2015. Die Partnerländer kennen die entsprechenden Richtlinien und Instrumente und können sie selbstständig anwenden.

Vorgehensweise

Gemeinsam mit den Partnern vor Ort analysierte das Vorhaben das bestehende Berichterstattungssystem und die zuständigen institutionellen Strukturen in jedem der vier Länder. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten entstand ein an die jeweiligen Ausgangsbedingungen und landesspezifischen Situationen angepasster Plan für den Aufbau eines transparenten und informativen Berichtssystems.

In mehreren nationalen Workshops bildete das Projekt die verantwortlichen Fachkräfte und Mitarbeiter fort. Die Mitarbeiter der Partnerorganisationen erhielten Beratung zu Detailfragen und Unterstützung durch Handreichungen, Software und Vorlagen. Ein GIZ-Mitarbeiter vor Ort in allen vier Pilotländern begleitet diese Beratung und Kommunikation zusätzlich und informiert das übergreifende Projekt über den aktuellen Bedarf der Partnerländer.

Das Vorhaben entwickelte einen Leitfaden, mit dessen Hilfe Experten eine Bestandsaufnahme zum jeweils bestehenden Berichtserstattungssystem erstellen und Maßnahmen zur Verbesserung ableiten können. Zudem erarbeitete es auf Basis der Projekterfahrungen eine exemplarische Vorlage für den ersten Zweijahresbericht, die auch weitere Länder außerhalb des Projektes nutzen können. In regionalen Veranstaltungen erhalten die Partner außerdem die Möglichkeit, Erfahrungen und Informationen mit anderen Ländern auszutauschen, Erfolgsfaktoren zu identifizieren und sich von ihren Kollegen beraten zu lassen.

Wirkungen

Chile hat als eins der ersten Entwicklungsländer seinen Zweijahresbericht fristgerecht im Dezember 2014 zur Internationalen Klimakonferenz in Lima, Peru, eingereicht. Das zweite Projektland, Ghana, wird voraussichtlich Anfang 2015 seinen Bericht übermitteln. Die Philippinen reichten ihren zweiten Nationalbericht, der umfangreicher als die Zweijahresberichte ist, im Dezember 2014 ein. Die Dominikanische Republik erstellt gegenwärtig ihren Nationalbericht. Alle Pilotländer haben inzwischen die Voraussetzungen geschaffen, auch die zukünftigen Berichte mit steigender Qualität und eigenen Ressourcen zu erstellen.

Information Matters - Transparency through Reporting

Über die vier Pilotländer hinaus haben weitere Länder von den Ergebnissen und Produkten profitiert. So hat Namibia auf die Erfahrungen der Partnerländer und die im Projekt entstandenen Dokumenten zurückgegriffen, um seinen Zweijahresbericht zu erstellen.