Ernährungssicherheit durch Kleinbewässerung und landwirtschaftliche Beratung verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: PASSIP - Stärkung des nationalen landwirtschaftlichen Beratungs- und Ausbildungswesens in Mali
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Affaires Mondiales Canada (AMC)/Global Affaires Canada (GAC)
Land: Mali​​​​​​​
Politischer Träger: Ministerium für Ländliche Entwicklung (Ministère du Développement Rural, MDR)​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2022 bis2023

Drohnenaufnahme der Kleinbewässerungsanlage Solinkegny (Foto: GIZ/ STP/PNIP)

Ausgangssituation

Etwa 80 Prozent der malischen Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und erwirtschaftet rund ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts. Die verbreitetste Form ist der Regenfeldbau zur Selbstversorgung. Die Abhängigkeit von der Landwirtschaft macht Mali jedoch verwundbar gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Die Hälfte der ländlichen Bevölkerung lebt zudem unterhalb der Armutsgrenze und ist von Unter- und Mangelernährung betroffen.

Kleinbewässerung und landwirtschaftliche Beratung spielen eine zentrale Rolle, um die Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen und die wirtschaftliche Lage und die Ernährungssituation zu verbessern. Aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten und der vorhandenen Wasserreserven verfügt Mali über ein großes Bewässerungspotenzial.

Ziel

Landwirt*innen übernehmen innovative agrarökologische Methoden in der Kleinbewässerung. Dadurch verbessern sich die landwirtschaftliche Produktivität und die Ernährungssicherung.

Fortbildung von Multiplikator*innen zur Weiterverarbeitung von Reis (Foto: GIZ/ Bah Napo)

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Global Affairs Canada (GAC) unterstützt das Vorhaben die langfristige Inwertsetzung der Kleinbewässerungsanlagen.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet das Vorhaben in drei Handlungsfeldern:

  • Es erarbeitet eine Neuauflage des Nationalen Programms für Kleinbewässerung (PNIP) auf Basis der bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen. Dieses wird zunehmend ökonomische, agrarökologische, gender- und ernährungssensible Aspekte integrieren.
  • Es unterstützt die Ministerialdirektion für Landwirtschaft (DNA) dabei, ein nationales landwirtschaftliches Beratungssystem (SNCA) zu verabschieden und eine integrierte Rahmenplanung in zwei ausgewählten Regionen zu erarbeiten.
  • Um die langfristige Inwertsetzung der Kleinbewässerungsanlagen zu gewährleisten, entwickelt das Vorhaben an ausgewählten Standorten inklusive und integrierte Entwicklungspläne mit den Nutzer*innen. Zudem berät es Kleinbäuerinnen und -bauern sowie die Mitglieder der Bauernorganisationen und Wassernutzerkomitees bei deren Umsetzung.

Stand: April 2022

Tröpfchenbewässerung auf einem Tomatenfeld (Foto: GIZ/ Wohlmann)

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