Gute finanzielle Regierungsführung in dezentralen Verwaltungen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Gute finanzielle Regierungsführung in dezentralen Verwaltungen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mosambik
Politischer Träger: Ministério da Administração Estatal e Função Pública (MAEFP)
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2018

Mosambik. Illustration aus der Ausstellung „Mosambik 2030: Urbane Vorstellungen“, entstanden im Rahmen einer Kofinanzierung von GIZ und Cities Alliance (2016) © GIZ

Die deutsch-mosambikanische Zusammenarbeit besteht seit 1985. Derzeit ist die GIZ mit etwa 260 nationalen und internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Land tätig. Davon sind rund 30 Entsandte, etwa 195 nationale Mitarbeiter, 27 Entwicklungshelfer sowie 5 Fachkräfte des Centrums für internationale Migration und Entwicklung (CIM).

Mit rund 800.000 Quadratkilometern und einer Gesamtbevölkerung von etwas über 24 Millionen ist Mosambik nur dünn besiedelt. Die meisten Menschen im ländlichen Raum leben von Subsistenzlandwirtschaft oder von mit einfachen Mitteln betriebener Fischerei. Rund 44 Prozent der Mosambikanerinnen und Mosambikaner sind jünger als 14 Jahre; etwa die Hälfte aller Erwachsenen sind Analphabeten. Die Gesundheitsversorgung ist unzureichend, und die HIV-Prävalenzrate unter Erwachsenen ist mit 12,5 Prozent landesweit besorgniserregend. Das Land wird häufig von extremen Wetterereignissen wie Zyklonen oder Dürren heimgesucht und wird in Zukunft voraussichtlich spürbar unter den Konsequenzen des Klimawandels zu leiden haben.

In Mosambik gibt es mehrere Großprojekte internationaler Investoren – vor allem zur Förderung und zum Transport der in den letzten Jahren entdeckten umfangreichen Kohle- und Gasvorkommen, im Agrarbereich und bei Infrastrukturmaßnahmen. Aus diesem Grund verzeichnet Mosambik seit 2006 ein jährliches Wirtschaftswachstum von rund 7 Prozent. Trotzdem verbleiben bisher 70 Prozent der Gesamtbevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Mosambik nahm 2012 Platz 185 von 187 auf dem Human Development Index (HDI) der Vereinten Nationen ein und ist damit eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Der Staatshaushalt wurde lange Zeit fast zur Hälfte von internationalen Gebern finanziert. Dieser Anteil ist 2012 gesunken und betrug zuletzt nur noch ein knappes Drittel.

Die Arbeit der GIZ konzentriert sich auf die drei Provinzen Inhambane, Sofala und Manica sowie auf die Hauptstadt Maputo. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die GIZ in drei Schwerpunkten tätig:

  1. Grundbildung und technische Berufsbildung
  2. Dezentralisierung für ländliche Entwicklung
  3. Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (und Stärkung des Mikrofinanzwesens)

Außerhalb der drei Schwerpunkte engagiert sich die GIZ in den Bereichen:

  • HIV/AIDS-Bekämpfung
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Verbesserung der Rohstoffgovernance

Das überregionale Vorhaben „Energizing Development“ ist auch in Mosambik tätig. Haushalte ohne Netzanschluss sollen nachhaltigen Zugang zu Energiedienstleistungen erhalten.

Die GIZ arbeitet in Mosambik eng mit dem Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) und der KfW Entwicklungsbank zusammen.