Zukunft der Energiesysteme in Deutschland, Europa und der Welt im Jahr 2040

Eine Delphi-Studie von BDEW, PwC und GIZ

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Wie werden sich Energiesysteme in Deutschland, Europa und der Welt bis 2040 verändern? Welche Herausforderungen werden im Laufe der nächsten Jahrzehnte zu meistern sein? Welche strategischen, vorausschauenden Lösungen müssen entwickelt werden? Welche Auswirkungen auf Energie- und Klimapolitik, Wirtschaftswachstum, Märkte und Konsumentenverhalten sind zu erwarten? Wie müssen sich Wirtschafts- und Beratungsunternehmen und die internationale Zusammenarbeit vorbereiten? Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH haben diese Fragen in einer gemeinsamen Delphi-Studie untersucht.

Delphi-Studien sind ein Instrument der „strategischen Vorausschau“, oder Zukunftsforschung, mit dem mögliche künftige Ereignisse und Entwicklungen ausgemacht und eingeschätzt werden. Die gemeinsame Studie von BDEW, PwC und GIZ nimmt mit dem Zeitraum bis 2040 ein Vierteljahrhundert in den Blick und damit die Spanne von etwa einer Generation.

Es wurden 80 renommierten Experten und Vordenker aus Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern zu ihren Erwartungen an zukünftige Energiesysteme befragt. Sie stammen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Unter anderem wurden Vertreter der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank, indische Parlamentarier sowie Vertreter der Kommission der Afrikanischen Union befragt. Stellvertretend für die internationale Wissenschaft brachten Mitarbeiter von Universitäten auf allen Kontinenten ihr Expertenwissen ein. Greenpeace Deutschland kam ebenso zu Wort wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sowie Repräsentanten ausländischer und deutscher Unternehmen, wie BP Europe SE oder Siemens AG und RWE AG.

Die Beiträge der Befragten wurden zu Thesen zusammengefasst, die die Zukunft der Energiesysteme beschreiben und die anschließend von weiteren 350 internationalen Experten bewertet wurden. Im Ergebnis zeigt die Delphi-Studie alternative Entwicklungspfade auf, die Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Impulse und Hilfestellungen für Strategieprozesse geben. Auch der GIZ bietet die Studie wertvolle Erkenntnisse und vertieft ihre Fachkompetenz.

Im Auftrag der Bundesregierung arbeitet die GIZ schon jetzt in mehr als 100 Ländern an Lösungen mit, beispielsweise um Treibhausgasemissionen zu mindern, damit die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt wird, oder um die Lebensbedingungen an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Projekte dienen dem Waldschutz in Vietnam oder stärken die Klimaziele Indiens. Gemeinsam mit brasilianischen Partnern arbeitet die GIZ an umweltfreundlichen Alternativen der Stromerzeugung. Die Ergebnisse der Delphi-Studie dienen der kontinuierlichen Verbesserung der Arbeit der GIZ.