Verbesserung des Lernumfelds an öffentlichen Schulen in den Aufnahmegemeinden (ILEPS)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Verbesserung des Lernumfeldes an öffentlichen Schulen in aufnehmenden Gemeinden
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Bildungsministerium Jordaniens​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2022

Ausgangssituation

Nahezu ein Drittel der 9,5 Millionen Einwohner*innen Jordaniens sind Angehörige von Drittstaaten, von denen viele als Geflüchtete ins Land kamen. Die große Zahl syrischer Menschen ist eine Herausforderung für das jordanische Bildungswesen. Mehr als 200 öffentliche Schulen unterrichten in zwei Schichten: vormittags jordanische und nachmittags syrische Kinder. Die vorhandene Infrastruktur ist für diesen erheblichen Anstieg der Schülerzahlen nicht geeignet. Vandalismus in Schuleinrichtungen ist ein weit verbreitetes Problem, und die Instandhaltungskosten sind hoch. In zwei Dritteln der Schulen Jordaniens gibt es keine funktionierenden Toiletten. Jedes dritte Schulkind hat keine Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. Viele Schulen können sich kein Hygienematerial leisten. Wegen des Zweischichtsystems gibt es zwischen syrischen und jordanischen Schüler*innen wenig soziales Miteinander. Aktivitäten außerhalb des Lehrplans, die Kreativität und sozialen Zusammenhalt fördern, werden aus Geldmangel nur selten durchgeführt. Laut Vorgabe des Bildungsministeriums sollen 20 Prozent der Schulzeit für extrakurrikulare Aktivitäten genutzt werden. Die Einschulungsquote von Kindern mit Behinderungen ist niedrig, da die meisten Schulen nicht barrierefrei sind. Es fehlt sowohl an adäquaten Beförderungssystemen als auch an gesellschaftlichem Bewusstsein für die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen.

Ziel

Das Lernumfeld an öffentlichen Schulen in aufnehmenden Gemeinden ist verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt gemeinsam mit seinen jordanischen Partnern Lösungsansätze für saubere, sichere und inklusive Lernumgebungen, darunter

  • die Sanierung von Schulen unter Anwendung bedarfsgerechter bautechnischer Prototypen und die Instandhaltung von Schuleinrichtungen;
  • die Bereitstellung barrierefreier Schulgärten, Spielplätze, Sportanlagen und sanitärer Einrichtungen (kofinanziert von der DEZA);
  • die Institutionalisierung außerkurrikularer Aktivitäten als Teil des Konzepts. So werden die Schüler*innen direkt in den Prozess der Zielerreichung eingebunden.

Stand: Juli 2021