Stärkung ukrainischer Gemeinden für die Aufnahme von Binnenflüchtlingen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung ukrainischer Gemeinden für die Aufnahme von Binnenflüchtlingen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ukraine
Politischer Träger: Ministerium für Regionalentwicklung, Bauwesen, Wohnen und Kommunalwirtschaft der Ukraine; Ministerium für Sozialpolitik der Ukraine
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2019

Ausgangssituation

Der Konflikt im Osten des Landes hat etwa 2,5 Millionen Ukrainer dazu gezwungen, die umkämpften Gebiete zu verlassen. Offiziell sind rund 350.000 Menschen als Binnenvertriebene in den Gebieten Charkiw, Dnipropetrowsk und Saporischschja registriert. Die große Zahl der Binnenvertriebenen und deren ungeordneter Zuzug stellen die aufnehmenden Gemeinden vor große Probleme. Die kommunalen und zivilgesellschaftlichen Institutionen können dem gestiegenen Bedarf nach grundlegenden Dienstleistungen nicht gerecht werden.

Ziel

Kommunale und zivilgesellschaftliche Institutionen können dem gestiegenen Bedarf nach grundlegenden Dienstleistungen besser gerecht werden. Binnenvertriebene erhalten psychosoziale Unterstützung, was die Integration in die lokalen sozialen und ökonomischen Strukturen verbessert. Die Bevölkerung ist an allen maßgeblichen Planungs- und Umsetzungsprozessen für die öffentlichen Dienstleistungen beteiligt.

Vorgehensweise

In den Gebieten Charkiw, Dnipropetrowsk und Saporischschja ist der Zuzug von Binnenvertriebenen besonders groß. Mit der Stärkung der aufnehmenden Gemeinden trägt das Vorhaben der Übergangshilfe dazu bei, die Situation der Bevölkerung in diesen Regionen konfliktsensibel und nachhaltig zu stabilisieren und zu verbessern.

Staatliche und nichtstaatliche Institutionen werden dabei unterstützt, die gestiegene Nachfrage nach grundlegenden Dienstleistungen zu erfüllen. Fachliche Kompetenzen und Selbsthilfepotenziale werden weiterentwickelt, gender- und konfliktsensible Angebote für spezifische Zielgruppen werden gefördert. Trainings und Fortbildungsmaßnahmen für staatliche und nichtstaatliche Dienstleister werden in allen Handlungsfeldern durchgeführt.

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragte Vorhaben unterstützt den Netzwerkaufbau und die Institutionalisierung transparenter lokaler und regionaler Strukturen. So trägt es zu größerer Zugänglichkeit und Effizienz administrativer und sozialer Dienstleistungen bei.

Das Vorhaben umfasst vier Handlungsfelder:

  1. Stärkung von Kompetenzen und Leistungsfähigkeit sowie Verbesserung der Ausstattung staatlicher und nichtstaatlicher Akteure in den Gemeinden zur Erbringung verbesserter Dienstleistungen
  2. Förderung der Partizipation von Bürgerinnen und Bürger an Planungs- und Umsetzungsprozessen von öffentlichen Dienstleistungen
  3. Bereitstellung quantitativ und qualitativ verbesserter Angebote zur psychosozialen Unterstützung
  4. Schaffung von Grundlagen für einen konfliktmindernden Austausch zwischen Binnenvertriebenen und ansässiger Bevölkerung

Das Vorhaben stärkt und fördert die Zusammenarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Strukturen zugunsten von Binnenvertriebenen und aufnehmender Bevölkerung. Dies verbessert die Lebensverhältnisse in den aufnehmenden Gemeinden; Inklusion und Integration werden gefördert, Konfliktpotenziale abgebaut. Prozesse und Infrastruktur von staatlichen und nichtstaatlichen Dienstleistern werden gestärkt. Durch professionelle Unterstützung und stärkere Vernetzung werden Angebote zur psychosozialen Unterstützung verbessert und ausgebaut.