Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Griechenland
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Griechenland
Politischer Träger: Griechisches Ministerium für Umwelt und Energie (YPEN)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2019

 

Griechenland. Fotovoltaikanlage in Nordgriechenland. © GIZ

Ausgangssituation

Griechenland hat große ungenutzte Potenziale im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Im Rahmen der europäischen Energie- und Klimaziele hat sich Griechenland bis 2020 ehrgeizige Ausbauziele gesetzt und bereitet momentan entsprechende Ziele bis 2030 vor. Gegenwärtig sind die Rahmenbedingungen allerdings unzureichend, um diese Ziele zu erreichen und entsprechende Investitionen zu mobilisieren. Auch eine langfristige Strategie für den griechischen Energiesektor fehlt bisher.

Die Europäische Kommission unterstützt in Griechenland seit 2011 Reformen in verschiedenen Sektoren. Koordiniert durch den Dienst zur Unterstützung der Strukturreform stellen EU-Mitgliedstaaten der griechischen Regierung technische Fachkompetenz zur Verfügung. Die deutsche Bundesregierung engagiert sich dabei als strategischer Partner Griechenlands für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Griechenland sowie für die Erreichung der nationalen Ziele bis 2020 und 2030 sind verbessert.

Vorgehensweise

Bis 2020 will Griechenland 40 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien abdecken und die Energieintensität der griechischen Wirtschaft weiter reduzieren. Um diese Ziele zu erreichen, sind umfangreiche Reformen erforderlich.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) berät die GIZ das griechische Ministerium für Umwelt und Energie (YPEN) bei der Vorbereitung und Durchführung der erforderlichen Reformmaßnahmen und bei der Entwicklung eines nationalen Energie-und Klimaplans bis 2030.

Das Projekt „Unterstützung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Griechenland“ konzentriert sich auf die Unterstützung vordringlicher Reformmaßnahmen für den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Die GIZ arbeitet dabei eng mit der griechischen Energieagentur (CRES) sowie weiteren griechischen und internationalen Energieexperten zusammen. Die Europäische Kommission kofinanziert das Vorhaben.

Das Projekt berät die griechische Regierung bei der Anpassung des Fördersystems für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Erfahrungen anderer EU-Mitgliedstaaten sowie neue rechtliche Vorgaben der EU-Kommission werden dabei berücksichtigt. Daneben unterstützt das Projekt die weitere Markt- und Systemintegration von erneuerbaren Energien.

Das Projekt unterstützt die lokale Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Entwicklung innovativer, wettbewerbsfähiger Pilotprojekte. Es berät die griechischen Partner bei der Verbesserung von Genehmigungsverfahren sowie bei der Finanzierung von erneuerbaren Energien.

Im Bereich Energieeffizienz unterstützt das Projekt bei der Entwicklung geeigneter Förder- und Finanzierungsinstrumente für die Mobilisierung von Investitionen in Energieeffizienz in verschiedenen Sektoren. Es fördert die Verbesserung von Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und unterstützt die weitere Entwicklung des nationalen Markts für Energiedienstleistungen.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Athen (NTUA) unterstützt das Projekt den Aufbau von effizienten Strommärkten und -systemen auf den griechischen Inseln. Es berät außerdem bei der Entwicklung eines Rechtsrahmens für Elektromobilität, Stromspeicher und flexible Lasten.

Wirkungen

Der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Griechenland trägt zur wirtschaftlichen Erholung und zur Schaffung neuer und zukunftsfähiger Arbeitsplätze bei. Im Rahmen des neuen Fördersystems für erneuerbare Energien werden bis 2020 neue Investitionen in Höhe von voraussichtlich 4 Milliarden Euro mobilisiert.

Die Kosten für griechische Energieverbraucher werden gesenkt und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gestärkt. Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz verringern die Abhängigkeit des Landes von Energieimporten und verbessern damit die nationale Energiesicherheit. Die Verringerung des Verbrauchs von fossilen Energien trägt zum Schutz der Umwelt und des Klimas bei.