Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung für Investitionen in saubere Energie in Griechenland
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Griechenland
Politischer Träger: Griechisches Ministerium für Umwelt und Energie (YPEN)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

 

Griechenland. Fotovoltaikanlage in Nordgriechenland. © GIZ

Ausgangssituation

Griechenland hat sich ambitionierte Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz bis 2020 und 2030 gesetzt. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien einen Anteil von 35 Prozent am Energieverbrauch einnehmen und der Verbrauch insgesamt um 38 Prozent gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, soll in den kommenden Jahren deutlich stärker in erneuerbare Energien und Energieeffizienz investiert werden. Dazu muss das Land jedoch Rahmenbedingungen für die Energiebranche verbessern, vor allem bei neuen und innovativen Energietechnologien.

Die Europäische Kommission unterstützt in Griechenland seit 2011 Reformen in verschiedenen Bereichen. Koordiniert durch den Dienst zur Unterstützung der Strukturreform stellen EU-Mitgliedstaaten der griechischen Regierung technische Fachkompetenz zur Verfügung. Die deutsche Bundesregierung engagiert sich dabei als strategischer Partner Griechenlands für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Griechenland und für das Erreichen der nationalen Ziele bis 2020 und 2030 sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät das griechische Ministerium für Umwelt und Energie (YPEN) bei der Vorbereitung und Durchführung der erforderlichen Reformen. Außerdem unterstützt das Projekt bei der Entwicklung einer langfristigen Strategie für Energie und Klima bis 2050.

Es berät die griechischen Entscheidungsträger*innen dabei, die Investitionsbedingungen in saubere Energietechnologien zu verbessern. Der griechische Energie- und Klimaplan sieht vor, bis 2030 mehr als 20 Milliarden Euro an Investitionen im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu mobilisieren.

Das Projekt fördert die Nutzung erneuerbarer Energien im griechischen Transportwesen. Es unterstützt ebenfalls bei der Integration von sauberen und intelligenten Energietechnologien in Gebäude- und Stadtplanung. Dabei geht es auch um die Umsetzung der entsprechenden Vorgaben von EU-Richtlinien in griechisches Recht.

Das Projekt identifiziert bestehende Hemmnisse, stellt relevante Erfahrungen und gute Beispiele aus anderen EU-Mitgliedstaaten bereit. Es entwickelt Empfehlungen für den weiteren Ausbau sauberer Energietechnologien in Griechenland. Die Unterstützung zielt darauf ab, die Kompetenzen des Energieministeriums und der weiteren beteiligten Akteure zu stärken. Die Durchführung des Projekts erfolgt unter Einbindung von allen relevanten Akteuren der griechischen Energiebranche.

Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz in Griechenland sollen zur wirtschaftlichen Erholung des Landes beitragen. Neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen dadurch. Gleichzeitig sinken die Kosten für Energieverbraucher*innen. Das fördert die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz verringern die Abhängigkeit des Landes von Energieimporten und verbessern damit die nationale Energiesicherheit. Das Projekt trägt zu einem geringeren Verbrauch von fossilen Energien bei und unterstützt dadurch den Schutz der Umwelt und des Klimas.

Das Vorhaben arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Die Europäische Kommission kofinanziert das Projekt.

Wirkungen

Das Vorhaben knüpft an bereits erzielte Wirkungen aus vorherigen Projektphasen an.

  • Durch ein neues Fördersystem wurden Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien installiert. Auf diesem Weg konnten bereits mehr als 4 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
  • Der Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz hat in Griechenland deutlich zur wirtschaftlichen Erholung beigetragen. Neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze sind entstanden. Durch Maßnahmen zur Energieeffizienz konnten die Kosten für viele griechische Energieverbraucher*innen gesenkt werden. Das hat auch die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft gestärkt.
  • Durch Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz macht sich Griechenland zunehmend unabhängiger von Energieimporten. Die nationale Energieversorgung ist damit sicherer geworden.