Vorbereiten – Vernetzen – Begleiten

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schlüsselqualifikationen für Internationale Zusammenarbeit
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Weltweit
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2020

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Ausgangssituation

Die Anforderungen an die Tätigkeit der Fach- und Führungskräfte in den Partnerländern der deutschen Internationalen Zusammenarbeit werden immer größer. Die Herausforderungen, mit kulturellen Unterschieden sensibel umzugehen, steigen. Die Situation in den jeweiligen Ländern ist für Mitarbeiter*innen der deutschen Internationalen Zusammenarbeit im Zusammenhang mit ihren Einsätzen immer schwerer zu durchschauen. Durch neue Vorgaben bei der Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen brauchen Fachkräfte zunehmend erweiterte und neue Managementkompetenzen, um diese Anforderungen zu erfüllen. Eine zusätzliche Herausforderung stellen die anspruchsvollen Beratungen gegenüber den lokalen, regionalen und nationalen Organisationen dar. Dabei sind vor allem interkulturelle Fähigkeiten und ein Verständnis der politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten im Einsatzland existenziell für ein wirksames Arbeiten.

Ziel

Fach- und Führungskräfte der Internationalen Zusammenarbeit verfügen über fundierte Kompetenzen, mit denen sie den wachsenden Anforderungen an ihre Tätigkeit in den Partnerländern gerecht werden.

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Vorgehensweise

Bereits seit vielen Jahren übernimmt die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) die Ausreisevorbereitung von Menschen, die in der deutschen Internationalen Zusammenarbeit tätig sind. Für ihren Auslandseinsatz können sich Fach- und Führungskräfte an der Akademie vielfältig weiterbilden. Das Kursangebot umfasst die Themengebiete „Interkulturelle Kompetenz und Landesanalyse“, „Persönliche Sicherheit, Stress, Trauma“, „Sprache und Kommunikation“, „Management und Beratung“, „Digitale Kompetenz“ sowie „Entwicklungspolitik“. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Vereinbarkeit des Einsatzes mit Partnerschaft und Familie dar. So steht Partner*innen, die den Einsatz begleiten, neben dem speziell eingerichteten Kurs „Mitausreisende Partner und Familie“ nahezu das gesamte Spektrum an Kursen zur Verfügung. Ergänzt wird das Programm durch individuelle Lern- und Informationsangebote, wie zum Beispiel begleitetes Lernen oder interaktive Lernstationen. Überdies gibt es vielfältige Vernetzungsangebote. Eine digitale Lernplattform unterstützt Teilnehmer*innen bis weit über ihren Aufenthalt hinaus. All diese Kurse werden stetig weiterentwickelt und um digitale Formate erweitert. Aufgrund verstärkter Nachfrage werden drei Viertel der Trainings auch auf Englisch angeboten.
Weil immer mehr Länder und Regionen weltweit von Konflikten, Gewalt und Instabilität betroffen sind, werden die Fachkräfte beispielsweise seit 2016 verstärkt für das Thema persönliche Sicherheit ausgebildet.

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Der neue Standort „Campus Kottenforst“ in Bonn-Röttgen bietet optimale Lernbedingungen. Teilnehmer*innen können bis zu vier Wochen Trainingskurse sowie zusätzlich vier Wochen lang Sprachkurse besuchen. Das Programm kann bis zu zwölf Monate nach der Ausreise nachgeholt werden. Darüber hinaus gibt es während des Auslandseinsatzes individuelle Beratungen.

Wirkungen

  • Rund 2.200 Fach- und Führungskräfte und ihre mitausreisenden Angehörigen bereiten sich jedes Jahr über die Akademie auf ihren Auslandseinsatz vor.
  • Mehr als 1.100 Trainingskurse gibt es jährlich.
  • Über 35 Entsendeorganisationen buchen die Programmangebote; darunter anerkannte Entwicklungsdienste, Bundesressorts, Nichtregierungsorganisationen, politische Stiftungen und staatliche Entsendeorganisationen.
  • Mehr als 95 Prozent der Teilnehmer*innen empfehlen die Fortbildungen weiter.
  • Fast 2.400 Fach-und Führungskräfte nutzen das digitale Portal der Akademie für die Vernetzung und den Austausch.