Vorbereiten – Vernetzen – Begleiten

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schlüsselqualifikationen für Internationale Zusammenarbeit
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Weltweit
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2017

Ausgangssituation

Fach- und Führungskräfte der Internationalen Zusammenarbeit (IZ) arbeiten oft unter schwierigen Rahmenbedingungen und in einem komplexen Umfeld. Interkulturelle Fähigkeiten und das Verständnis der politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten im Einsatzland sind die Voraussetzung für ein wirksames Arbeiten. Die Anforderungen an EZ-Fachkräfte und ihre Kompetenzen steigen stetig.

Ziel

Fach- und Führungskräften der Internationalen Zusammenarbeit verfügen über fundierte Kompetenzen, mit denen sie den wachsenden Anforderungen an ihre Tätigkeit in den Partnerländern gerecht werden.

Vorgehensweise

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragt bereits seit vielen Jahren die Akademie für Internationale Zusammenarbeit mit dem Vorhaben „Schlüsselqualifikationen für Internationale Zusammenarbeit“.

Die Akademie bereitet Fach- und Führungskräfte der deutschen Internationalen Zusammenarbeit durch vielfältige Weiterbildungen auf ihre Auslandseinsätze vor. Die Ausreisevorbereitung setzt auf individueller Ebene an und bietet bedarfsgerechte Angebote für Fach- und Führungskräfte von rund 30 deutschen Entsendeorganisationen, die für mindestens ein Jahr im Ausland arbeiten.

Das Weiterbildungsangebot ist weit gefächert: „Land, Kultur und Diversität“, „Sprache und Kommunikation“, „Persönliche Sicherheit, Stress und Trauma“, „Digitale Kompetenz“ „Entwicklungspolitik“, „Management“ sowie „Personal- und Organisationsentwicklung“. Ergänzt wird das Programm durch individuelle Lern- und Informationsangebote wie „Begleitetes Lernen“, die interaktive Lernlandschaft und das Didaktikzentrum mit zahlreichen Informationsangeboten. Ein Aufenthalt im Bildungszentrum der GIZ am Standort Bad Honnef bietet zudem zahlreiche Möglichkeiten für Fach- und Führungskräfte der Internationalen Zusammenarbeit, ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen und sich zu vernetzen.

Die Weiterbildungsangebote werden laufend aktualisiert und an den Bedarfen der Entsendeorganisationen und entlang der entwicklungspolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung und aktuellen entwicklungspolitischen Ereignissen, beispielsweise der Agenda 2030, ausgerichtet. Darüber hinaus werden regelmäßig neue Formen des Lernens erprobt und digitale Lernangebote ausgebaut.

Da eine zunehmende Anzahl von Ländern und Regionen von Konflikten, Gewalt und Fragilität betroffen sind, fokussiert das Programmangebot seit 2016 verstärkt auf die Themen „Persönliche Sicherheit“ sowie „Konflikt, Fragilität und Gewalt“.

Im Rahmen des Vorhabens wird 2017 zusätzlich zu dem bewährten zweieinhalbtägigen Sicherheitstraining monatlich ein fünftägiges Intensivtraining „Safety and Security“ angeboten. Es richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die in Regionen mit deutlich erhöhtem Sicherheitsrisiko ausreisen. Darüber hinaus wird 2017 erstmalig der Kurs „Digitale Kompetenz für die Projektarbeit im Ausland“ angeboten, in dem Teilnehmende darauf vorbereitet werden, Informations- und Kommunikationstechnologie in ihrem Einsatzland und Projektkontext sicher, effizient und wirkungsvoll zu nutzen.
Die Teilnehmenden können bis zu vier Wochen Trainingskurse sowie zusätzlich vier Wochen Sprachkurse besuchen. Zudem kann das Programmangebot im Rahmen der sogenannten nachholenden Vorbereitung bis zu sechs Monate nach der Ausreise noch wahrgenommen werden.

Die Akademie für Internationale Zusammenarbeit verknüpft in ihrem didaktischen Ansatz internationale Standards der Erwachsenenbildung mit den Anforderungen der IZ.

Wirkung

  • Rund 1.300 Fach- und Führungskräfte und ihre mitausreisenden Angehörigen bereiten sich jedes Jahr mit dem Programm „Schlüsselqualifikationen für Internationale Zusammenarbeit“ auf ihren Auslandseinsatz vor.
  • Pro Jahr führt die Akademie für Internationale Zusammenarbeit mehr als 1.000 Trainingskurse zur Ausreisevorbereitung durch.
  • 30 Entsendeorganisationen buchen die Programmangebote; darunter anerkannte Entwicklungsdienste, Bundesressorts, Nichtregierungsorganisationen, politische Stiftungen und staatliche Entsendeorganisationen.
  • Mehr als 90 Prozent der Teilnehmenden empfehlen die im Rahmen der Ausreisevorbereitung besuchten Fortbildungen weiter.
  • Sechs Monate nach der Ausreise und der Erfahrung in der Praxis sind 80 Prozent der Teilnehmenden weiterhin mit den besuchten Maßnahmen zufrieden, 88 Prozent würden sie weiterempfehlen.