Illegale Finanzströme bekämpfen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Bekämpfung illegaler Finanzströme
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)​​​​​​​
Kofinanziert von: Norwegisches Außenministerium (MFA)​​​​​​​
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2024

Ausgangssituation

Illegale Finanzströme (Illicit Financial Flows, IFF) sind eine globale und komplexe Herausforderung. Der Begriff bezeichnet Finanzströme, die aufgrund ihrer Herkunft (zum Beispiel aus Umweltkriminalität), ihrer Verwendung (etwa zur Terrorismusfinanzierung) oder der Art ihres Transfers (wie Geldwäsche) illegal sind.

Ihre Auswirkungen sind besonders für einkommensschwache Länder verheerend und untergraben das internationale Engagement für nachhaltige Entwicklung.

Damit verbundene kriminelle Aktivitäten destabilisieren Regionen und erhöhen das Risiko gewaltsamer Konflikte.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass jährlich 1,6 Billionen US-Dollar durch illegale Finanzströme verloren gehen – ein Vielfaches dessen, was einkommensschwache Länder aus der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit erhalten. IFF verhindern dringend benötigte Investitionen in Gesundheit, Bildung und andere öffentliche Dienstleistungen.

Zudem hängt der Zugang zu internationaler Finanzierung davon ab, wie gut Länder verhindern können, dass „schmutziges Geld“ in das Finanzsystem gelangt.

Ziel

Globale, regionale und nationale Systeme für die entwicklungsorientierte Bekämpfung von illegalen Finanzströmen sind gestärkt.

Die Bekämpfung illegaler Finanzströme trägt dazu bei, dass Entwicklungs- und Schwellenländer Eigeneinnahmen mobilisieren, sie sicherer werden und ihre Wirtschaft wächst.

Vorgehensweise

Das Vorhaben verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz gegen illegale Finanzströme, der sich auf Finanztransfers aus rechtswidrigen oder rechtlich fragwürdigen Aktivitäten konzentriert („Follow the Money“). Da illegale Finanzströme über Grenzen hinweg bewegt werden, fördert das Vorhaben national, regional, und international eine einheitlichere Politik.

In den Schwerpunktregionen Afrika, Lateinamerika und Westbalkan setzt das Vorhaben dazu folgende Maßnahmen um:

  • Prävention: Es richtet Transparenzregister in Albanien ein, die Auskunft über die wirtschaftlich Berechtigten geben.
  • Finanzermittlung: Es führt behörden- und grenzübergreifenden Ermittlungsteams in Ost- und Südafrika ein.
  • Vermögensrückführung: Es etabliert eine Dialogreihe zwischen afrikanischen und europäischen Ländern zur Vermögensrückführung.

Stand: Januar 2021