Psychosoziale Arbeit stärken

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Psychosoziale Unterstützung für syrische/irakische Flüchtlinge und Binnenvertriebene
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)​​​​​​​
Land: Jordanien, Libanon, Irak, Türkei, Syrien​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2022

Gemälde einer blühenden Landschaft in Jordanien. Copyright: GIZ/Nabil Al Jubori

Ausgangssituation

Die langanhaltenden Konflikte in Syrien und im Irak führten zu einer der größten Fluchtbewegungen unserer Zeit. Das bedeutet eine enorme Belastung für die Infrastruktur in aufnehmenden Gemeinden. Vielerorts kann die Grundversorgung für Flüchtlinge und Binnenvertriebene nicht mehr gewährleistet werden.

Zu den Gewalt- und Verlusterfahrungen, die viele Menschen auf ihrer Flucht erlebt haben, sorgen neue Herausforderungen in den Aufnahmeländern für anhaltend hohe psychische Belastung. Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich dort dramatisch. Damit einher gehen Existenzängste sowie eine zunehmende Ablehnung der aufnehmenden Gemeinden.

Ziel

Die psychosoziale Unterstützung für syrische Flüchtlinge und Binnenvertriebe in Jordanien, Libanon, Irak und der Türkei ist gestärkt.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben stärkt Strukturen und Kompetenzen für die psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen in Jordanien, Irak, Libanon und der Türkei. Dazu arbeitet es mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Organisationen in den vier Ländern zusammen.

In Jordanien finanziert das Vorhaben vier psychotherapeutische Versorgungszentren von International Medical Corps UK (IMC). Diese ermöglichen die psychiatrisch-klinische Versorgung von 1.400 Patient*innen.

Um die Fürsorge für Mitarbeiter*innen vor Ort zu verbessern, hat das Vorhaben ein Forschungsprogramm finanziert („What helps the Helpers?“). Gemeinsam mit der Sigmund Freud Universität und der International Psychoanalytic University Berlin entstand dadurch der REST-Ansatz (Responding to Staff Care Needs in Fragile Contexts). Dieser wurde erfolgreich mit ausgewählten Organisationen in der Region umgesetzt.

Der Verein medica mondiale entwickelte mit Finanzierung des Vorhabens e.V. ein Fürsorgekonzept für Mitarbeiterinnen lokaler Organisationen im Irak, das in einer Frauenorganisation pilotiert wurde.

In einer Langzeitstudie mit Familien in Jordanien entwickelte das Vorhaben gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation WarChild einen systemischen Unterstützungsansatz.

Stand: März 2022

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