Privatwirtschaftliche Investitionen zum Erhalt der Biodiversität

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Private Business Action for Biodiversity
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2020

Das Logo des Projekts zur Biodiversität © GIZ

Ausgangssituation

Trotz des wachsenden Engagements von Regierungen, globalen Allianzen und internationalen Initiativen ist die biologische Vielfalt weiterhin ernsthaft bedroht. Aus dem 4. Bericht zur Lage der biologischen Vielfalt geht hervor, dass die Ursachen, die zum Verlust der biologischen Vielfalt führen, entschiedener bekämpft werden müssen, um die sogenannten Aichi-Ziele zu erreichen. In der Präfektur Aichi in Japan hat sich die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 2010 diese Ziele bis 2020 gesetzt, um die UN-Konvention zu biologischer Vielfalt umzusetzen und den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten.

Die Zusammenarbeit zahlreicher gesellschaftlicher Akteure ist essentiell, um den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Privatwirtschaftliche Unternehmen können einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Ursachen des Biodiversitätsverlustes umzukehren. Dazu ist es notwendig, Möglichkeiten zur Förderung und Finanzierung einer biodiversitätsfreundlichen Produktion und Vermarktung zu identifizieren.

Fragen der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit spielen für Unternehmen eine zunehmend wichtigere Rolle. Privatwirtschaftliche Investitionen in den Schutz der biologischen Vielfalt sind im vergangenen Jahrzehnt angestiegen, es bestehen jedoch noch erhebliche Potenziale zu deren Ausweitung. Ein biodiversitätsfreundliches Produktionsmuster ist noch nicht ausreichend etabliert. Gründe hierfür sind beispielsweise fehlendes Wissen in den Unternehmen, ungünstige Marktbedingungen und hohe Transaktionskosten, um existierende Produktionssysteme in biodiversitätsfreundliche umzuwandeln. Außerdem ist auf der politischen Ebene zu wenig über die nötigen Rahmenbedingungen zur Förderung einer biodiversitätsfreundlichen Produktion bekannt.

Ziel

Erfolgsversprechende Methoden und Instrumente zur Förderung biodiversitätsfreundlicher Produktion und Vermarktung sind aufgearbeitet und modellhaft in drei Partnerländern erprobt.

Vorgehensweise

In einer Vorbereitungsphase identifiziert das Projektteam zunächst bestehende Ansätze zur Förderung biodiversitätsfreundlicher Produktion und Vermarktung, analysiert und diskutiert diese. Auf dieser Grundlage entwickelt es länderspezifische Projektstrategien gemeinsam mit drei ausgewählten Partnerländern. Darüber hinaus werden der Wissensstand und die Erfahrungen zur biodiversitätsfreundlichen Produktion bei relevanten Akteuren, wie Unternehmern, Politikern, zivilgesellschaftlichen Organisationen, erhoben. Daraus entwickeln das Projetteam und seine Partner eine Strategie zum Aufbau von Know-how im öffentlichen Sektor und Privatsektor und setzen diese um. In den Partnerländern werden Instrumente und Mechanismen zur Förderung biodiversitätsfreundlicher Produktion und Vermarktung ausgewählt und anschließend getestet.

Drei Bilder in einer Reihe. Das erste zeigt zwei Männer beim Arbeiten mit Baumwolle, das zweite einige Baumstämme und das dritte einen Mann auf Fluß im Wald. © GIZ / Ursula Meissner; © Flickr / Joelle; Hernandez, © GIZ / Sebastian Koch