Klimaaktionsbündnis Salpetersäure: Lachgasemissionen vermeiden

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung des Klimaaktionsbündnisses Salpetersäure
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Global
Politischer Träger: Federal Ministry of Environment and Tourism - Bosnia and Herzegovina, Ministry of Agriculture - Georgia, Ministry of Climate Change - Pakistan, Ministry of Environment - Jordan, Ministry of Environment - Tunisia, Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico, Ministry of Environment and Natural Resources Management - Zimbabwe, Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia, Ministry of Environment and Sustainable Development - Argentina*, Ministry of Industry - Indonesia, Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand, Ministry of Science, Technology and the Environment (CITMA) - Cuba
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2025

Anlage

Ausgangssituation

Salpetersäure ist ein Grundstoff in der chemischen Industrie, der vor allem zur Herstellung von Düngemitteln verwendet wird. Bei der Produktion von Salpetersäure entsteht Lachgas (N2O), ein ozonschädigendes Treibhausgas mit einer 265-mal stärkeren Klimawirkung als CO2. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bestehen keine Anreize, den Ausstoß von Lachgas zu vermeiden. Obwohl es vergleichsweise günstig wäre: Die Minderungskosten liegen zwischen einem und drei Euro pro Tonne eingespartem CO2-Äquivalent.

Dabei ist das Klimaschutzpotenzial in diesem Industriebereich enorm. Weltweit könnten circa 1,8 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent in den nächsten zehn Jahren eingespart werden. Ein wichtiger Beitrag, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) das Klimaaktionsbündnis Salpetersäure (Nitric Acid Climate Action Group, NACAG) ins Leben gerufen. Das Ziel der NACAG ist, weltweit Anreize für die dauerhafte Minderung von Lachgasemissionen in der Salpetersäurewirtschaft zu schaffen.

Ziel

Partnerländer implementieren Maßnahmen, um die Lachgasemissionen aus der Salpetersäureherstellung dauerhaft zu vermeiden.

Zwei Mitarbeiter laufen auf dem Gelände der Anlage

Vorgehensweise

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt das BMU dabei, das Klimaaktionsbündnis Salpetersäure umzusetzen.

NACAG unterstützt finanzielle, technische und politische Maßnahmen zur Emissionsminderung. So berät die Initiative zu institutionellen Rahmenbedingungen in den Partnerländern und fördert den Einsatz von Klimaschutztechnologie.

Im Gegenzug verpflichten sich die Partnerländer, die Lachgasemissionen aus der Salpetersäurewirtschaft ab 2024 dauerhaft und eigenverantwortlich zu reduzieren. Dafür finanziert NACAG den Einbau und Betrieb von Klimaschutztechnik in berechtigten Produktionsanlagen und unterstützt Partnerländer unter anderem bei der langfristigen Regulierung dieser Emissionen. Das Vorhaben trägt dadurch auch dazu bei, die Ambition der nationalen Klimabeiträge der Partnerländer zu erhöhen.

Stand: Juli 2021

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