Sanitärversorgung verbessern, Hygiene fördern und Abwässer behandeln

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sanitärversorgung für Millionen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Bill & Melinda Gates Foundation, Water Unite, Ungarisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel, Inter-Amerikanische Entwicklungsbank, share GmbH
Länder: Jordanien, Pakistan, Uganda; Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, Guatemala, Honduras, Jamaika, Kolumbien, Mexiko, Panama, Suriname, Trinidad und Tobago
Politische Träger: Jordanien: Ministry of Awqaf Islamic Affairs and Holy Places (وزارة الوقاف والشؤون والمقدسات الاسلامية), Pakistan: Ministry of States and Frontier Regions (وزارتِ ریاستی و سرحدی امور), Uganda: Ministry of Water and Environment, Belize: Ministry of Sustainable Development, Climate Change & Disaster Risk Management – Department of Environment, Costa Rica: Ministerio de Ambiente y Energía, Dominikanische Republik: Ministerio de Ambiente y Recursos Naturales, Guatemala: Ministerio de Medio Ambiente y Recursos Naturales, Honduras: MiAmbiente (Secretaría de Recursos Naturales y Ambiente), Jamaika: National Environment and Planning Agency, Kolumbien:  Ministerio de Medio Ambiente y Desarrollo Sostenible, Mexiko: Secretaria de Medio Ambiente y Recursos Naturales (SEMARNAT) / Comisión Nacional del Agua (CONAGUA), Panama: Ministerio de Ambiente, Suriname: Ministerie van Ruimtelijke Ordening en Milieu, Trinidad and Tobago: Ministry of Public Utilities
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2022

2019.JamesKiyimba.GIZ.Handwashing routines in Gabba Uganda.consentYES

Ausgangssituation

Sichere Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht und eines der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (Sustainable Development Goal 6.2). Auch der Schutz der Wasserressourcen durch die sichere Behandlung von Abwasser ist Teil dieser Agenda (SDG 6.3). Dennoch sterben laut UNICEF täglich mehr als 1000 Kinder an Durchfallerkrankungen, die auf verschmutztes Trinkwasser und fehlende oder unhygienische Sanitäranlagen zurückzuführen sind.

In den letzten 20 Jahren hat sich der Zugang zu nachhaltiger Sanitärversorgung weltweit kaum verbessert. Oft fehlen finanzielle Mittel und das nötige Wissen, um Anlagen im Sanitär- und Abwasserbereich zu bauen, zu betreiben, instand zu halten und zu sanieren. Konzepte, die Anreize für private Investitionen schaffen, finden häufig keine Anwendung. Von den Missständen sind benachteiligte und gefährdete Bevölkerungsgruppen besonders betroffen, beispielsweise Frauen und Mädchen.

Zwei pakistanische Schülerinnen beim Global Handwashing Day

Ziel

1,2 Millionen Menschen profitieren auf Haushaltsebene und in öffentlichen Einrichtungen von einer besseren Sanitärversorgung, Hygienepraktiken sind im Alltag verankert und Sanitärabwässer werden nach der Behandlung wiederverwendet oder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben baut und saniert sichere und inklusive Sanitäranlagen in Schulen sowie medizinischen und religiösen Einrichtungen. Zudem schult das Vorhaben lokales Personal darin, die Anlagen selbst instand zu halten und gewährleistet damit die Nachhaltigkeit der Maßnahmen.

Das Vorhaben führt Aufklärungs- und Informationskampagnen im Hygienebereich durch und legt dabei einen Fokus auf Menstruationshygiene.

Das Vorhaben setzt innovative und naturbasierte Lösungen für die Abwasserbehandlung um. Darüber hinaus wirkt es auf eine bessere politische Regulierung sowie die Anpassung und Einhaltung von Standards im Abwassersektor hin. Zudem fördert es neue Finanzierungsmechanismen, entwickelt ein regionales Wissensmanagement und bietet Online-Schulungen im Wasser- und Abwassermanagement an.

Stand: September 2021

2021.BRSP.Construction of new toilets and handwashing facility (Quetta, Pakistan)consentYES