Cities Fit for Climate Change

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Cities Fit for Climate Change
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB); im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)
Land: Global: Chile, Indien, Südafrika
Politischer Träger: Chile: Ministerio de Vivienda y Urbanismo (MINVU); Indien: Ministry of Urban Development (MoUD); Südafrika: Ministry of Co-operative Governance and Traditional Affairs (CoGTA)
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2018

Cities Fit for Climate Change. Chennai, Indien © GIZ

Ausgangssituation

Städte sind verantwortlich für die klimagerechte Entwicklung ihres Stadtgebietes. Einerseits tragen sie maßgeblich zum Klimawandel bei, andererseits sind sie für dessen Auswirkungen besonders anfällig. Durch geeignete Maßnahmen können Städte erheblich zum globalen Klimaschutz beitragen und sich gegen klimabedingte Schocks stärken. Bestehende integrierte Instrumente und Strategien der Stadtentwicklung, wie Bauleitplanung, Flächennutzungs- und Bebauungspläne, Stadtentwicklungsstrategien oder städtebauliche Entwürfe, müssen jedoch noch an den neuen Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden. Dies gilt auch für Richtlinien und Möglichkeiten der Finanzierung. Städte müssen zudem in Zukunft anders aussehen als heute.

Ziel

Städte wenden als Akteure der Nachhaltigkeit einen neuen Climate-Proof-Stadtentwicklungstypus an.

Cities Fit for Climate Change. Chennai, Indien © GIZ

Vorgehensweise

Die Instrumente zu integrierter, klimawandelgerechter Stadtentwicklung sollen die Entwicklung eines Climate-Proof-Stadtentwicklungstypus ermöglichen, der einen neuen Städtebau befördert. Climate Proofing bedeutet, dass Stadtentwicklungsstrategien, städtebauliche Entwürfe, Flächennutzungs- und Bebauungspläne sowie alle damit verbundenen Investitionen gegenüber den aktuellen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels resilient und anpassungsfähig sind. Ferner müssen sie den Klimaschutz berücksichtigen.

Das Projekt unterstützt innovative Lösungsansätze für Stadtplanung und macht Städte „fit für den Klimawandel“. Der Umgang mit dem Klimawandel soll zu einem integrierten und strategischen Bestandteil der Stadtentwicklung werden. Pläne, Programme und Strategien sowie damit verbundene Investitionen werden angesichts der aktuellen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels resilient und anpassungsfähig gemacht.

Vorhandene Konzepte resilienter und emissionsarmer Stadtentwicklung werden im Projekt analysiert und aufbereitet. Die ausgewählten Städte Chennai in Indien, Santiago in Chile und Durban (eThekwini) in Südafrika werden bei der klimagerechten Weiterentwicklung ihrer Strategien und der eigenen Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt. Die Erfahrungen werden auf internationalen Veranstaltungen und Debatten bekannt gemacht.

Das Vorhaben unterstützt unter anderem die Umsetzung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und der Neuen Urbanen Agenda von Habitat III. Das Projekt orientiert sich an der Leipzig-Charta zur Nachhaltigen Europäischen Stadt sowie am Memorandum „Städtische Energien – Zukunftsaufgaben der Städte“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Cities Fit for Climate Change. Santiago de Chile © GIZ