Wirtschaft und Beschäftigung im Niger fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beschäftigungsförderung in Niger (ProEMPLOI II)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Niger
Politischer Träger: (Ministerium für Entwicklungsplanung) Ministère du Plan
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2023

Auszubildende in Mauerhandwerk (Copyright (Aminata Nimaga/GIZ)

Ausgangssituation

Die nigrische Wirtschaft ist wenig diversifiziert, nicht wettbewerbsfähig und kaum in den internationalen Handel integriert. Der formelle Arbeitsmarkt ist schwach ausgebaut. Unterbeschäftigung und Erwerbsarmut sowie Ungleichheiten der Geschlechter sind die Folge. Besonders Jugendlichen, die den Großteil der Bevölkerung ausmachen, fehlen ökonomische Perspektiven.

Die Privatwirtschaft besteht zu mehr als 80 Prozent aus informellen Betrieben. Sie schafft nur etwa 10 Prozent der Arbeitsplätze im Land. Auch die Rahmenbedingungen privatwirtschaftlichen Handelns sind weiterhin ungünstig: Insgesamt fehlen Investitionen und kompetente sowie leistungsstarke Strukturen, um eine Professionalisierung von Unternehmen zu unterstützen.

Zudem hat die COVID-19-Krise zu starken Einbußen für fast alle Betriebe in den Projektregionen geführt.

Ziel

Die Beschäftigungs- und Einkommenssituation von jungen Menschen und wirtschaftlichen Akteuren in den Interventionsgebieten hat sich verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben führt Schulungen und Trainings durch, um die Beschäftigungs- und Einkommenssituation von jungen Menschen und Unternehmen in den Regionen Agadez, Tillabéri und Zinder zu verbessern. Zusätzlich finden kurzfristige, einkommensschaffende Sofortmaßnahmen statt.

Das Vorhaben trägt dazu bei, die Voraussetzungen für eine breitenwirksame Beschäftigung junger Menschen zu verbessern, um langfristig Stabilität und sozialen Zusammenhalt zu fördern. Die Europäische Union finanziert dabei die Maßnahmen in Tillabéri.

Dafür arbeitet das Vorhaben in vier Handlungsfeldern:

  1. Voraussetzungen schaffen, um Politiken und Strategien für Beschäftigung und Wirtschaftsentwicklung umzusetzen.
  2. Das Ausbildungs- und Berufsberatungsangebot verbessern (umgesetzt durch die GOPA Consulting Group).
  3. Wirtschaftliche Aktivitäten ausweiten.
  4. Mehr Dienstleistungen zur Unternehmensentwicklung für kleinst, kleine und mittlere Unternehmen schaffen.

Stand: Juni 2021

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