PROCAMBIO – Nachhaltiges Ressourcenmanagement

Projektkurzbeschreibung

Beichnung: Nachhaltiges Ressourcenmanagement im Fokus des Klimawandels (PROCAMBIO)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Honduras
Politischer Träger: Secretaría de Relaciones Exteriores y Cooperación Internacional de Honduras
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2020

Foto Procambio Honduras

Ausgangssituation

In Honduras spielt die Landwirtschaft eine große Rolle. Sie trägt nicht nur wesentlich zum Bruttoinlandsprodukt bei, sondern beschäftigt auch etwa ein Drittel der Bevölkerung. Auch wenn viele Nahrungsmittel angebaut werden, zum Beispiel Mais und Bohnen, ist der Kaffee wichtigstes Cash Crop, das heißt ein Erzeugnis für den Markt und nicht die Selbstversorgung. Honduras ist einer der größten Kaffeeexporteure der Welt.

Honduras ist eines der am meisten von starken Wetterereignissen betroffenen Länder. Dürren, Hurrikane, Überflutungen und Erdrutsche führen immer wieder zu Ernteausfällen und Nahrungsmittelknappheit. Das Auskommen der ärmsten Bevölkerungsgruppen, etwa Kleinbauern und indigene Völker, ist dadurch stets bedroht. Der Anbau von Monokulturen, unkontrollierte Waldbrände und Extremwetterereignisse, die durch den Klimawandel immer stärker und häufiger auftreten, führen zur Degradierung der natürlichen Ressourcen, zu Wasserknappheit, Entwaldung und schließlich einer Abnahme der Biodiversität. Besonders betroffen von den veränderten Klimaverhältnissen ist der Westen des Landes. Hier liegt das von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärte „Cacique Lempira – Señor de las Montañas“ Das Gebiet hat mehr als 150.000 Einwohner, darunter zahlreiche Gemeinden des indigenen Volkes der Lenca, von denen die meisten traditionelle Landwirtschaft betreiben.

2010 hat Honduras eine nationale Klimawandelstrategie ausgearbeitet und sie 2014 in einem Gesetz zum Klimawandel verabschiedet. Eine verbesserte nationale und regionale Koordination ist jedoch nötig, um auch lokal eine effektive Umsetzung zu garantieren.

Ziel

Nationale, regionale und lokale Akteure setzen den Schutz und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen um. Im Mittelpunkt steht die Anpassung an den Klimawandel in der Region des Biosphärenreservats „Cacique Lempira – Señor de las Montañas“.

Vorgehensweise

Die GIZ arbeitet eng mit den honduranischen Behörden zusammen. Ziel ist die erfolgreiche Umsetzung von Strategien zum nachhaltigen Management der natürlichen Ressourcen. Ein neu geschaffenes nationales und ein regionales Komitee sind für die Steuerung und Umsetzung der Prozesse verantwortlich. Das Vorhaben unterstützt nicht nur die nationale und regionale Koordination maßgeblicher Ministerien, beispielsweise des Umweltministeriums. Es fördert auch die Eingliederung und Teilhabe lokaler Institutionen und Organisationen, zum Beispiel Bauernorganisationen und indigene Gruppen, in Entscheidungsprozesse und bei der praktischen Umsetzung.

Der Schutz und das nachhaltige Management von natürlichen Ressourcen werden nicht nur die Lebensbedingungen den Menschen verbessern, sondern – im Einklang mit internationalen Abkommen – auch Klimarisiken vermindern und den Erhalt der Biodiversität fördern.

Wirkungen

Der Schutz natürlicher Ressourcen und der Biodiversität, vor allem angesichts sich verschlimmernder Folgen des Klimawandels, hat auf allen Ebenen hohe Priorität bekommen. Die GIZ hat nationale und regionale Schlüsselakteure ermittelt und fördert ihre Vernetzung, was für eine erfolgreiche Umsetzung unabdingbar ist.

Auch die Bewohner vor Ort profitieren bereits nachhaltig vom Projekt: Sie werden zum Thema Anpassung an den Klimawandel und nachhaltiges Ressourcenmanagement fortgebildet und sind an Entscheidungsprozessen beteiligt. Darüber hinaus haben sie mithilfe der GIZ alternative Einkommensquellen für sich entdeckt, etwa Honig, wilde Brombeeren und Balsam vom Liquidambar-Baum.