Inselnetzwerke für die Elektrifizierung ländlicher Gebiete in Uganda fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung von Inselnetzen zur ländlichen Elektrifizierung
Auftraggeber: Bundeministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Deutsche Klima- und Energieinitiative (DKTI), Europäische Union (EU)
Land: Uganda
Politischer Träger: Ministerium für Energie und Bodenschätze (MEMD)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2022

Installation von Solarpaneelen in einem der Dörfer, die von der Installation von 40 solarbetriebenen Inselnetzen in Nord- und Süduganda profitieren. © GIZ PREEEP

Ausgangssituation

Uganda hat ein erhebliches Potenzial, um Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Dazu gehören Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse und Windkraft. Aber nur die Hälfte der Bevölkerung des Landes hat Zugang zu Elektrizität, unabhängig von der Art der Erzeugung. Davon erreichen nur 24 Prozent der Bevölkerung die Stufe 1 (Energieversorgung für mehr als vier Stunden am Tag). Außerhalb von Städten, wo 70 Prozent der Bevölkerung leben, liegt die Elektrifizierungsrate bei lediglich 38 Prozent, was die wirtschaftliche Entwicklung und Armutsreduktion erheblich einschränkt.

Eine gangbare Lösung für dieses Problem sind Inselnetze. Sie können auch dort, wo ein Ausbau des Stromnetzes finanziell nicht umsetzbar wäre, die meisten Dörfer ähnlich zuverlässig wie ein Netzanschluss mit Energie versorgen.

Das Ministerium für Energie und Bodenschätze (Minstry of Energy and Mineral Development, MEMD) strebt an, privatwirtschaftliche Investitionen für Inselnetze in Uganda zu fördern. Allerdings müssen politische Zielsetzungen und der gesetzliche Rahmen für Inselnetze weiterentwickelt werden, damit entsprechende Projekte den notwendigen Umfang erreichen können.

Ziel

Das Projekt verbessert das Rahmenwerk für mehr privatwirtschaftliche Investitionen in die Versorgung mit Elektrizität aus erneuerbaren Quellen innerhalb von Inselnetzen.

Der Minister für Energie, Auftraggeber der 25 solarbetriebene Inselnetze, die im Norden Ugandas installiert werden. © GIZ PREEEP

Vorgehensweise

Das Projekt hat den Auftrag, Inselnetze für die Elektrifizierung des ländlichen Raums zu fördern, und ist in vier Bereichen aktiv:

  1. Politische Zielsetzungen und Steuerung: die Fähigkeiten staatlicher Akteure bei der Planung der Elektrifizierung, bei politischen Zielsetzungen und Regulierungen sowie bei nachhaltigen Geschäftsmodellen verbessern.
  2. Steuerungsinstrumente: Instrumente und Mechanismen entwickeln, beispielsweise ein Modell für Rückwärtsauktionsausschreibungen für gebündelte Projekte, die die Einbindung der Privatwirtschaft fördern und Investitionssicherheit bieten.
  3. Technik und Design: Die Fähigkeiten der Privatwirtschaft bei der Planung, Installation und Unterhaltung von Inselnetzen ausbauen. Das Projekt fördert ebenfalls die technische Aus- und Weiterbildung für Techniker mit Arbeitsschwerpunkt in solarbetriebenen Netzen und Inselnetzen.
  4. Produktive Nutzung: Kleinen und mittleren Unternehmen sowie Kleinbauern und Haushalten Aus- und Weiterbildung sowie Zugang zu Finanzierung zur Verfügung stellen. Das treibt die Wirtschaftsentwicklung durch die Nutzung von Elektrizität voran und gestaltet die kommerzielle Nutzung der Inselnetze nachhaltig.

Stand: April 2022

Eine Präsentation der produktiven Nutzung von Elektrizität in den Dörfern, in denen solarbetriebene Inselnetzwerke installiert worden sind. © GIZ PREEEP