Agenda 2030 Partnerschaft – Gemeinsam Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sustainable Development Goals Initiative Namibia
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Namibia
Politischer Träger: Nationale Planungskommission
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

 

Ringvorlesung „Welt im Wandel: Agenda 2030“

Ausgangssituation

Namibia wird von der Weltbank in die Gruppe der Länder mit höherem mittleren Einkommen eingestuft. Allerdings ist in kaum einem anderen Land der Welt das Vermögen so ungleich verteilt. Trotz der hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre leben weite Teile der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Rund 30 Prozent der Einwohner gelten als arm, etwa 15 Prozent der namibischen Bevölkerung leben in extremer Armut. Auf dem Index menschlicher Entwicklung (Human Development Index) belegt das Land daher nur Platz 126 von 188 Staaten (Stand: 2014).

Namibias Präsident Hage Geingob will bis zum Jahr 2025 die Armut im Land bekämpfen. Auf dem Gipfel der Vereinten Nationen zur Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat Namibia erneut die Bedeutung des Kampfes gegen die Armut unterstrichen. Die Regierung hat betont, dass das Land die Agenda 2030 unterstützt.

Dabei verfügt Namibia über keine gesonderte Strategie, sondern bezieht sich auf eigene Entwicklungspläne, darunter der nationale Entwicklungsplan (National Development Plan / NDP) sowie der Harambee Wohlstandsplan (Harambee Prosperity Plan). Beide Pläne legen die namibische Vision 2030 fest.

Eine Auswertung des vierten nationalen Entwicklungsplans (NDP 4) ergab, dass dieser hinter den gesteckten Zielen und Prognosen zurückblieb. Daraufhin erhielt der NDP4 im Haushaltsentwurf der namibischen Regierung einen noch größeren Anteil. Außerdem wurde vereinbart, dass Umsetzungsfortschritte regelmäßiger überprüft werden. Dadurch sollen die Entwicklungsziele schneller erreicht werden.

Ziel

Das Vorhaben schafft die Voraussetzungen, um die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Namibia umzusetzen. 

Vorgehensweise

Dazu sollen inländischer Ressourcen mobilisiert, und Kapazitäten beim Überprüfen und Auswerten der Umsetzung gestärkt werden. Mitarbeiter der nationalen Planungskommission, des Finanzministeriums und der nationalen Statistikagentur werden fort- und weitergebildet. Beschäftigte der nationalen Statistikagentur erhalten unter anderem Schulungen zur Qualitätssicherung von Daten. In Coachings erfahren Mitarbeiter und Führungskräfte der nationalen Planungskommission, wie sie nationale Ziele und die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 miteinander verknüpfen und priorisieren.

Wirkungen

Die aktuellen Werte der 17 Nachhaltigkeitsziele für Namibia sind erfasst. Die Arbeitsbeziehungen zwischen dem Deutschen Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Statistischem Bundesamt wurden etabliert. Für die Gründung der Einnahmebehörde wurden wichtige Grundlagen erarbeitet (z.B. Gesetzesgrundlage, Aufbauorganisation, Personalkonzept etc.).