Ziviler Friedensdienst: Konflikte gewaltfrei bearbeiten – Menschenrechte fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Ziviler Friedensdienst: Dialog und Transparenz für Menschenrechte und gewaltfreie Konfliktbearbeitung in Honduras
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Honduras
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2020

Ausgangssituation

Gewalt, gesellschaftliche Spaltung, Ungleichheit und soziale Ausgrenzung prägen Honduras. Seit 2004 steigt die Kriminalität im Land. Das schlägt sich insbesondere in hohen Mordraten sowie massiven Menschenrechtsverletzungen nieder. Defizite im Sicherheits- und Justizsektor begünstigen diese Faktoren: Gewaltverbrechen werden kaum strafrechtlich verfolgt. Die Verflechtung des Drogenhandels mit Politik, Verwaltung und Privatwirtschaft fördert das Misstrauen gegenüber staatlichen Stellen. Dabei gibt es einen komplexen Zusammenhang zwischen der anhaltenden Gewalt, die viele Menschen in Honduras zur Migration veranlasst und der erzwungenen Rückkehr vieler Honduraner, die nicht bis in die USA kommen. Die Folge: Es bilden sich kriminelle Jugendbanden. Dies verschärft die kritische Situation vor Ort weiter.

Ziel

Vertreter aus Politik und Gesellschaft begegnen einander auf Augenhöhe, um gemeinsam und gewaltfrei Konflikte zu bearbeiten. Menschenrechte sind gestärkt. Medien berichten objektiv und offen. 

Vorgehensweise

Das Programm Ziviler Friedensdienst (ZFD) fördert die Menschenrechte und trägt dazu bei, dass Konflikte gewaltfrei bearbeitet werden. Unter anderem wird der Dialog wichtiger Vertreter aus Politik und Gesellschaft durch gemeinsames Lernen und Üben von Dialogtechniken gefördert. Das verbessert das Vertrauen auf beiden Seiten der unterschiedlichen Lager und ermöglicht Verhandlungen. Darüber hinaus wenden die Akteure das Erlernte unter anderem bei der gewaltfreien Bearbeitung von Ressourcenkonflikten an. Medienschaffende erhalten Schulungen zur objektiven und friedensfördernden Berichterstattung. Dadurch tragen sie zu mehr Transparenz bei. Das Programm unterstützt seine Partner zudem dabei, die psychosozialen Folgen von Gewalt und Polarisierung zu erkennen und entsprechend in ihrem Handeln zu berücksichtigen.