Mit Elektroschrott umweltgerecht und sozialverträglich umgehen

Projektkurzbeschreibung

Projektbezeichnung: Umweltgerechte Entsorgung und Recycling von Elektroschrott in Ghana 
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ghana
Politischer Träger: Ministerium für Umwelt, Wissenschaft, Technologie und Innovation​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2023

Sammler transportieren einen Wagen voller Schrott. ©GIZ/Markus Spitzbart

Ausgangssituation

Bevölkerungswachstum und größerer Wohlstand führen in Ghana dazu, dass die Bevölkerung Haushalts- und Unterhaltungselektronik stärker nachfragt. Abfälle von Elektro- und Elektronikgeräten und Elektroschrott nehmen damit zu. Diese enthalten neben Wertstoffen auch Schadstoffe, deren unsachgemäße Behandlung Gesundheit und Umwelt gefährden. Ghana hat die Herausforderung erkannt und seit 2016 seinen Gesetzesrahmen entwickelt. Trotzdem gibt es bisher wenige Recyclingunternehmen, die Umwelt- und Sozialnormen erfüllen.

Ziel

Die ghanaische Regierung setzt erfolgreich ein System für umweltgerechtes Management von Elektro- und Elektroaltgeräten um. Dabei bezieht sie alle Verantwortlichen im Umfeld ein.

Manuelle Demontage von Elektroschrott auf einem inoffziellen Schrottplatz ©GIZ/Veronika Johannes

Vorgehensweise

Das Vorhaben setzt in drei Bereichen an:

Es berät das ghanaische Umweltministerium und die nachgeordnete Umweltschutzbehörde, Finanzierungsmechanismen für den Umgang mit Elektroschrott zu entwickeln. Zudem unterstützt das Vorhaben das Ministerium dabei, den Sektor besser zu steuern. Dabei geht es darum, die Zusammenarbeit in der Regierung mit den Regionen und Gemeinden zu verbessern sowie den Austausch mit relevanten Vertreter*innen der Industrie und der informellen Wirtschaft zu fördern.

Die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft fördert die Interessensvertretung der Recyclingunternehmen. Dabei werden die Unternehmen bekräftigt, innovative und finanziell tragfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und ihre technischen und unternehmerischen Kenntnisse auszubauen.

Das Projekt arbeitet mit Vereinigungen der informellen Recyclingwirtschaft im ganzen Land zusammen und hält Schulungen ab. Ein gemeinsam gestalteter Prozess soll nicht registrierte Schrottplätze in umweltgerechte Recyclingparks umgestalten.

Das World Resources Forum, das Öko-Institut sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH fördern das Vorhaben, das eng mit dem gleichnamigen Projekt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kooperiert.

Stand: April 2022

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