Partnerschaft gegen Wilderei und illegalen Wildtierhandel in Afrika und Asien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Partnerschaft gegen Wilderei und illegalen Wildtierhandel (in Afrika und Asien)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Global mit Fokus auf Subsahara-Afrika und Asien
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

2017_03_21_Krüger_Elefant©GIZ_StephanPaulus

Ausgangssituation

Die Wilderei und der illegale Handel mit Wildtierprodukten, insbesondere Elfenbein und Nashorn-Horn, sind ein globales Problem, das sowohl Herkunfts-, Transit-, als auch Absatzländer betrifft. Über 1.000 Nashörner und circa 20.000 Elefanten sterben jährlich durch Wilderei in Afrika. Ursache ist vor allem die hohe Nachfrage nach Wildtierprodukten in Asien, die mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen Jahre stetig gestiegen ist. Verwendet werden die illegalen Produkte zum Beispiel als Geschäftspräsente, Sammlerstücke, traditionelle Medizin oder Statussymbole. Das Risiko vor Strafe war im Verhältnis zur Gewinnmaximierung bisher gering und hat die organisierte Kriminalität und Korruption gestärkt. Damit bedrohen die Wilderei und der illegale Handel nicht nur geschützte Arten, sondern haben ernste wirtschaftliche Folgen für die lokale Bevölkerung und gefährden die Sicherheitslage.

Die Ursachen und Lösungsansätze für die Bekämpfung der Wilderei in Afrika und des damit zusammenhängenden internationalen illegalen Handels mit Elfenbein und Nashorn-Horn sind komplex und erfordern länder-, regionen- und sektorübergreifende Ansätze.

Ziel

Die sektor-, länder-, und kontinentübergreifende Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels mit Elfenbein und Nashorn-Horn ist verbessert.

2017_03_21_Krüger_Nashörner©GIZ_StephanPaulus

Vorgehensweise

Die Partnerschaft arbeitet entlang der gesamten illegalen Handelskette von Elfenbein und Nashorn-Horn – von den Ursprungsländern in Afrika bis hin zu den überwiegend asiatischen Konsumenten. Das Vorhaben setzt in vier Handlungsfeldern an:

  • Stärkung der Wildereiabwehr in den Vorkommensgebieten von Nashorn und Elefant unter anderem durch Fortbildungsmaßnahmen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Rangern, Einbindung der lokalen Bevölkerung und den Schutz vor Mensch-Wildtierkonflikt-Konflikten.
  • Verbesserung der organisatorischen, institutionellen und personellen Voraussetzungen des Rechtsvollzugs zur Eindämmung des illegalen Handels mit Elfenbein und Nashorn-Horn.
  • Reduzierung der Nachfrage in den vorwiegend asiatischen Konsumländern.
  • Förderung des Austausches und der Abstimmung deutscher staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.

Die Partnerschaft arbeitet eng zusammen mit den zuständigen Bundesministerien sowie deren nachgeordneten Behörden. Neben dem Bundesentwicklungsministerium und dem Bundesumweltministerium sind dies das Auswärtige Amt, das Bundesfinanzministerium, das Bundesinnenministerium sowie das Bundesjustizministerium.

Die Umsetzung konkreter Aktivitäten in den Partnerländern und Regionen erfolgt gemeinsam mit staatlichen und nichtstaatlichen Durchführungspartnern und Regionalorganisationen sowie in enger Kooperation mit bilateralen Projekten und Programmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.