Bessere Berufsperspektiven für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinden in Süd-Darfur

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beschäftigungsinitiative Süd-Darfur: Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinden in Nyala, Süd-Darfur, Sudan
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Sudan
Politischer Träger: Ministerium für Internationale Zusammenarbeit
Gesamtlaufzeit: 11/2017 bis 10/2022

Ausgangssituation

Als Folge von Konflikt, Flucht und Vertreibung mangelt es den Menschen in Darfur an Zukunftsperspektiven. Besonders junge Menschen haben kaum eine Chance sich eine Existenz aufzubauen. Zwar bieten Kleinst-, kleine und mittelständische Unternehmen (KKMU) ein gewisses Beschäftigungspotenzial, spürbare Jobchancen bietet  der Arbeitsmarkt jedoch nicht, da diese Betriebe wenig produktiv sind. Gleichzeitig können Jugendliche aufgrund fehlender beruflicher Qualifizierung schon das geringe Beschäftigungspotenzial des lokalen Arbeitsmarkts nicht richtig ausnutzen.

Süd-Darfur beherbergt einen Großteil der in der Region durch den Konflikt Vertriebenen, sowie etwa 160.000 Flüchtlinge. Allein in der Landeshauptstadt Nyala leben derzeit etwa 700.000 Menschen, darunter etwa 100.000 Binnenvertriebene sowie 15.000 südsudanesische und 2.000 zentralafrikanische Menschen auf der Flucht. Sie haben es besonders schwer in der neuen Umgebung wirtschaftlich und sozial Fuß zu fassen.

Ziel

Beschäftigungsmöglichkeiten für jugendliche Flüchtlinge, Binnenvertriebene und die lokale Bevölkerung in Nyala sind verbessert.

Vorgehensweise

Damit junge Menschen eine nachhaltige berufliche Perspektive erhalten, verfolgt das Vorhaben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH einen integrierten Beschäftigungsansatz. Dabei verbessert es einerseits den Zugang zu hochwertiger beruflicher Qualifizierung in Handwerk und Kleingewerbe und fördert andererseits die Schaffung von Arbeitsplätzen in lokalen Kleinbetrieben. Männer und Frauen, Flüchtlinge, Binnenvertriebene und die lokale Bevölkerung profitieren gleichermaßen von diesen Maßnahmen.

Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe werden unterstützt, zusätzlich 650 junge Menschen zu qualifizieren und die Ausbildung besser an den Bedarfen des lokalen Arbeitsmarkts auszurichten. Weitere 700 Handwerksbetriebe werden durch betriebswirtschaftliche Geschäftsentwicklungsmaßnahmengefördert, neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen. Zusätzlich werden 650 junge Selbstständige bei der Unternehmensgründung betreut. Zusammen mit lokalen Wirtschaftsverbänden unterstützt das Projekt außerdem die Umsetzung von Arbeitssicherheitsstandards und den Kampf gegen Kinderarbeit in den Betrieben.

Damit Wirtschaftstreibende und Arbeitssuchende aktiv an der wirtschaftlichen Entwicklung in der Landeshauptstadt teilhaben können, berät das Vorhaben die lokalen Arbeitsämter und andere Partner. Dadurch werden die Arbeitsplatzvermittlung und die Informationslage zu den administrativen Schritten zur Arbeitsaufnahme und zur Unternehmensgründung verbessert.

Das Vorhaben wird als trilaterale Kooperation unter der Schirmherrschaft der ostafrikanischen zwischenstaatlichen Behörde für Entwicklung (Intergovernmental Authority on Development – IGAD) durchgeführt.