Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete, Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinden in Darfur verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beschäftigungsförderung Darfur für Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinden
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Europäische Union (EU)
Land: Sudan
Politischer Träger: Ministerium für Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2023

Ausgangssituation

Langanhaltende Konflikte in Darfur und in der Region haben dazu geführt, dass Binnenvertriebene und Geflüchtete in Darfur Zuflucht suchen. Auf der Suche nach Sicherheit und besseren wirtschaftlichen Aussichten ziehen viele von ihnen in die Städte. Auch wenn dort die Arbeitslosigkeit hoch ist, gibt es auf dem Arbeitsmarkt einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Die Bedarfe der Wirtschaft und die Qualifikationen der Arbeitskräfte sind unzureichend aufeinander abgestimmt, wodurch viele Potenziale unerschlossen bleiben.

Ziel

Die Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Geflüchtete, Binnenvertriebene und Angehörige der Aufnahmegemeinden in Nyala, El Fasher und El Geneina sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt verfolgt einen integrierten Ansatz, um in den Hauptstädten Nord-, West- und Süddarfurs zukunftsfähige Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Hierzu arbeitet das Projekt mit staatlichen Einrichtungen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie Ausbildungsbetrieben, mit Wirtschafts- und Produzentenverbänden und den Behörden vor Ort zusammen. Dabei verfolgt es einen ganzheitlichen Ansatz zur Beschäftigungsförderung in vier Handlungsbereichen: Arbeitsmarktorientierte berufliche Aus- und Weiterbildung, Förderung von Start-ups und Unternehmensentwicklung, Job-Matching, und administrative Rahmenbedingungen.

Auf der Angebotsseite des Arbeitsmarkts befähigt das Projekt öffentliche Bildungsträger, ihre Angebote an die Bedarfe des Arbeitsmarktes anzupassen. Ferner ist in El Fasher und El Geneina die Einrichtung von Zentren zur beruflichen Aus- und Weiterbildung geplant. Auf der Nachfrageseite stärkt das Projekt die Leistungsfähigkeit der Privatwirtschaft und unterstützt Anbieter*innen aus dem Bereich der Unternehmensenttwicklung. Um zu einem günstigeren Geschäftsumfeld beizutragen, arbeitet des Projekt gemeinsam mit seinen Partner*innen daran, dass Informationen über rechtliche und administrative Vorgänge einheitlicher und zugänglicher gestaltet werden, vor allem für Geflüchtete und Binnenvertriebene.

Das Projekt umfasst eine gemeinsame Aktion mit der EU: „YES – Youth, Employment, Skills“.

Stand: Januar 2022