Neues Wissen zu Klimawandel und menschlicher Mobilität

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltiger Umgang mit menschlicher Mobilität im Kontext des Klimawandels
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Philippinen, Karibik, Pazifik
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

Ausgangssituation

Die negativen Folgen des Klimawandels wirken sich schon heute auf Siedlungs- und Wirtschaftsräume aus und beeinflussen damit Migrationsbewegungen. Die zunehmende Intensität und Frequenz von Extremwetterereignissen sowie der Meeresspiegelanstieg werden zu immer wichtigeren Faktoren im Kontext von Vertreibung, Migration und Umsiedlung . Atoll- und Inselstaaten oder Küstenregionen im Pazifik, der Karibik und den Philippinen sind von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark betroffen.

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) erkennt Mobilität als Anpassungsstrategie an die Veränderungen durch den Klimawandel an. Die Task Force on Displacement des Instituts Warsaw International Mechanism for Loss and Damage (WIM) geht seit 2017 explizit auf die Fragestellung von menschlicher Mobilität im Kontext des Klimawandels ein.

Die Umsetzung regionalspezifischer Maßnahmen beim Umgang mit klimabedingter Migration, Umsiedlung und Vertreibung sind in kleinen Inselstaaten der Karibik und des Pazifiks sowie auf den Philippinen mittel- und langfristig überlebenswichtig für betroffene Bevölkerungsgruppen. Aus diesem Grund benötigen lokale Regierungen anwendungsbasiertes Wissen bei der Erprobung von Maßnahmen und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern.

Ziel

Die Partner aus den Philippinen, dem Pazifik und der Karibik, sowie die deutsche und internationale Zusammenarbeit verfügen über einen verbesserten Wissensstand für den Umgang mit menschlicher Mobilität im Kontext des Klimawandels.

Vorgehensweise

In Zusammenarbeit mit nationalen Regierungen, Forscher*innen und Klima- und Migrationsorganisationen werden Wissenslücken identifiziert und adressiert. Parallel dazu werden Austauschprozesse zwischen Partnern moderiert und generiertes Wissen auf internationalen Zusammenkünften verbreitet. Dazu zählen Veranstaltungen im Rahmen des UNFCCC-Prozess, sowie dem Warsaw international Mechanism (WIM), auf denen Erkenntnisse durch das Programm geteilt werden.

Bei der Umsetzung des Vorhabens wird ein besonderer Fokus auf die Einbeziehung und Unterstützung besonders anfälliger Gruppen gelegt.