Den Landschaftsraum in Äthiopien für verbesserte Lebensgrundlagen bewahren

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Nachhaltige Landbewirtschaftung, kofinanziert durch die Europäische Union
Auftraggeber: Europäische Union (EU)
Land: Äthiopien
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen (MoANR)
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2020

Ausgangssituation

Die Landwirtschaft in Äthiopien zeichnet sich durch eine wenig nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen aus, die zu Bodenerosion und Landdegradierung führt. Ein hohes Bevölkerungswachstum verstärkt diese Tendenzen, insbesondere im Hochland. Der Druck auf Land und natürliche Ressourcen nimmt auch im Tiefland zu, wo abnehmende Weideflächen und die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten die Weidemöglichkeiten für das Vieh verringern. Zugleich hat der Klimawandel negative Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktivität. Infolgedessen wächst die Ernährungsunsicherheit und Öko-Regionen werden zunehmend bedroht.

Das Projekt wird in der Peripherie des Bale-Mountains-Nationalparks und des Yayu-Biosphärenreservats  umgesetzt. Diese Öko-Regionen befinden sich in Oromia in Zentral-Äthiopien. In beiden Öko-Regionen ist der Schutz der natürlichen Ressourcen, sogar in den Kernzonen, unzureichend. Um den Druck auf die Schutzgebiete zu verringern ist landwirtschaftliche Produktion daher innerhalb festgelegter Grenzen in Puffer- und Übergangszonen erlaubt.

Ziel

Die Ernährungssicherheit, die Lebensgrundlagen und das wirtschaftliche Wohlergehen äthiopischer Kleinbauern und Hirten werden verbessert, während der Druck auf die Flächen und die natürlichen Ressourcen vermindert wird. Landwirtschaftliche Produktion ist effizienter und umweltfreundlich. Der Einfluss der Landwirtschaft auf die Landdegradierung und die Bodenerosion wird verringert.

Vorgehensweise

Das von der EU kofinanzierte Programm Nachhaltige Landbewirtschaftung ist vollständig in das Flaggschiff-Programm der äthiopischen Regierung integriert. Das von der EU kofinanzierte Programm verfolgt einen ganzheitlichen, öko-regionalen Ansatz, der den Erhalt natürlicher Ressourcen durch Sicherung der Lebensgrundlagen fördert. Das Projekt arbeitet entlang von drei Komponenten:

  • Investitionen in integriertes Management von Wassereinzugsgebieten und Landschaftspflege
    Einführung und Stärkung nachhaltiger Technologien für das Management von Wassereinzugsgebieten und Landschaftspflege durch Kleinbauern und Gemeinden in ausgewählten Wassereinzugsgebieten/Bezirken.
  • Kapazitätsentwicklung von Dienstleistern für nachhaltige Landschaftspflege, Wissensmanagement und Entwicklung institutioneller Rahmenbedingungen
    Stärkung der Kapazitäten von Gemeinden, privaten und öffentlichen Dienstleistern sowie der öffentlichen Verwaltung, die mit nachhaltiger Landbewirtschaftung befasst sind.
  • Programm-Management
    Management des Programmportfolios und politische Koordinierung auf föderaler, regionaler, Zonen- und Bezirks-Ebene.