Stärkung des Lösungsnetzwerks für nachhaltige Entwicklung (SDSN)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung des Sustainable Development Solutions Network (SDSN)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2020

Ausgangssituation

Im August 2012 wurde unter Schirmherrschaft des Generalsekretärs der Vereinten Nationen (VN) Ban Ki-Moon das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) gegründet. Das Wissenschaftsnetzwerk setzt sich mit den Fragestellungen nachhaltiger Entwicklungspolitik auseinander und berät dazu die VN und andere internationale Akteure. Außerdem entwickelt es in Zusammenarbeit mit Akteuren aus VN, Privatsektor und Zivilgesellschaft lösungsorientierte Ansätze, um die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in konkreten Pilotprojekten umzusetzen. Mittlerweile umfasst SDSN eine Vielzahl regionaler, nationaler und thematischer Netzwerke. Ihr Ziel ist es, Expertise für praktische Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung auf nationaler, regionaler und globaler Ebene zu verbreiten.

Ziel

Durch das SDSN wirkt die Wissenschaft verstärkt an globalen Debatten sowie integrierten und sektorübergreifenden Ansätzen zur Umsetzung der Agenda 2030 – insbesondere zu Fragen der globalen Verantwortung – mit.

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät das SDSN-Sekretariat und die Netzwerke des Südens. Von dort aus trägt es auf nationaler, regionaler und globaler Ebene zur nachhaltigen Entwicklung bei. Dazu wird das Vorhaben in fünf Handlungsfeldern tätig:

  • Unterstützung der Netzwerke des Südens in ihren Zielen und Arbeitsformen durch die Bereitstellung methodischer Grundlagen und direkter Beratung,
  • Organisationsentwicklung zur Stärkung des globalen SDSN in der Netzwerkförderung,
  • Sektorübergreifende Ansätze zur Umsetzung der Agenda 2030 in Bezug auf Wechselwirkungen und Synergien zwischen den SDGs,
  • Quantitative Darstellung und methodologische Entwicklung globaler Verantwortung (insbesondere des globalen Fußabdrucks) zur Erfassung ökologischer und sozioökonomischer Übertragungseffekte (Spillover) und ihres Einflusses bei der Erreichung der SDGs,
  • Praxisorientierung der von SDSN entwickelten Lösungswege.

Wirkungen

Sechs Jahre nach seiner Gründung hat sich das SDSN als ernstzunehmendes globales Wissensnetzwerk mit gesellschaftlichem Gestaltungsanspruch etabliert. Dies ist auch ein Erfolg der deutschen Unterstützung. Vor allem die Finanzierung für das SDSN-Sekretariat und der Aufbau sowie die Konsolidierung der regionalen und nationalen Netzwerkstrukturen hat einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung, Funktionsfähigkeit sowie den Auf- und Ausbau des Netzwerks geleistet. Seit Beginn der Förderung im September 2013 ist die Anzahl der Netzwerkmitglieder von 81 auf über 700 gestiegen. Die Zahl der Netzwerke hat sich auf 16 nationale und zehn regionale Netzwerke erhöht.

Darüber hinaus spielte SDSN eine wichtige Rolle in der Diskussion um die Unterziele und Indikatoren der SDGs. Auch der SDG Index & Dashboards Report, der seit 2016 jährlich von SDSN und der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wird, erhält viel Aufmerksamkeit in der Fachöffentlichkeit. In Kooperation mit der Wissenschaft trägt das Vorhaben zu einer weitergehenden Debatte zur Messung globaler Auswirkungen von Produktion und Konsum bei der Erreichung der SDGs bei.

Das Vorhaben hat die Aufmerksamkeit darauf gerichtet, dass insbesondere die Netzwerke des Südens Beratung und Unterstützung brauchen. Ausgewählte Netzwerke erarbeiten Beispiele praxisorientierter Beiträge zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele. Wenn möglich wurden die Netzwerke mit Vorhaben der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit in Austausch gebracht. Durch die Unterstützung des SDSN ist Deutschland als treibender Akteur der Agenda 2030 sichtbar und gestaltet internationale Agenden mit.

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