Soziale Rechte vulnerabler Bevölkerungsgruppen

Projektbeschreibung

Bezeichnung: Soziale Dienstleistungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Serbien
Politischer Träger: Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und soziale Angelegenheiten
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

 

Ausgangssituation

Die Republik Serbien strebt seit dem Zerfall Jugoslawiens eine wirtschaftliche Stabilisierung und die Annäherung an die Europäische Union (EU) an. Die serbische Wirt­schaft verzeichnet nach der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 wieder ein Wachstum und ein reduziertes Haushaltsdefizit. Dennoch bilden hohe Arbeitslosigkeit und weitverbreitete Armut, insbesondere unter benachteiligten Bevölkerungsgruppen, weiterhin große Herausforderungen.

Mit der Antidiskriminierungsstrategie Serbiens für die Jahre 2013-2018 hat sich die Regierung das Ziel gesetzt, jegliche Form der Diskriminierung zu bekämpfen. Zu den vulnerablen Bevölkerungsgruppen zählt die Strategie unter anderem ethnische und religiöse Minderheiten, Frauen, Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Kinder, Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Trotz der Verbesserungen im Bereich der Menschenrechte besteht weiterhin Handlungsbedarf bei der Gleichbehandlung benachteiligter Bevölkerungsgruppen, die häufig nur eingeschränkt auf soziale Dienstleitungen zugreifen können.  

Ziel

Die bedarfsorientierte Bereitstellung sozialer Dienstleistungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in ausgewählten Gemeinden ist verbessert.

Vorgehensweise

Die Maßnahme verfolgt einen Multiakteurs-Ansatz, der staatliche und nichtstaatliche Akteure einbezieht und eine aktive Beteiligung der benachteiligten Bevölkerungsgruppen vorsieht. Die Aktivitäten des Vorhabens umfassen zum einen die Befähigung der Gemeinden, die Bereitstellung sozialer Dienstleistungen bedarfsgerechter zu gestalten. Zum anderen verbessern sie die Rahmenbedingungen und Kapazitäten für das Monitoring der Bereitstellung sozialer Dienstleistungen und der Umsetzung nationaler Strategien.

Zugleich sollen kommunale und nationale Akteure dabei unterstützt werden, ihre Rol­len besser wahrzunehmen und selbstständig zu gestalten. Dabei steht auf kommunaler Ebene ein Beratungs- und Unterstützungsansatz im Vordergrund, der auf die jeweiligen Bedürfnisse der Gemeinden zugeschnitten ist. Erfahrungen, Ansätze und Bedarfe werden zur nationalen Ebene zurückgespielt und fließen in die Politikgestaltung ein.

Ergebnisse

Das Projekt trägt zum Ziel des Programms „Förderung Guter Regierungsführung in Serbien“ bei, indem lokale und nationale staatliche Institutionen und Akteure dabei unterstützt werden, ihre Arbeit effizienter, transparenter und bedarfsorientierter zu gestalten.

Das Vorhaben berät das Ministerium bei der Umsetzung der überarbeiteten Strategie zum sozialen Schutz und etabliert Kooperationsformate und Kommunikationskanäle zwischen Planung von sozialen Dienstleistungen auf der lokalen Ebene und Umsetzung der Strategie auf der nationalen Ebene. Im Rahmen des Vorhabens werden Standards und Kriterien für die Erbringung sozialer Dienstleistungen  - inklusive Finanzierung - entwickelt und geschärft. Der Bereich des Monitorings adressiert sowohl die die Erhebung von entsprechenden Daten als auch die Aufsicht durch lokale und nationale Institutionen. Die Entwicklung von bedarfsorientierten Dienstleistungen unter Beteiligung auch der Nutzer steht dabei im Mittelpunkt. Schließlich umfassen die Aktivitäten die Förderung des Austausches zwischen den Gemeinden und Zentren für soziale Arbeit sowie Outreach-Maßnahmen um benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu besser erreichen.