Digitale Lösungen für nachhaltige Entwicklung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Digitale Lösungen für nachhaltige Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Politischer Träger: Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologien (MITEC) und seine Durchführungsbehörde, die Rwandan Information Society Authority (RISA)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

Die Geschäftsinhaberin Samantha Ahirwe sitzt inmitten ihrer aufgereihten Ware, die sie mithilfe der E-Commerce-Webseite „Made in Rwanda“ verkauft

Ausgangssituation

Ruanda ist bestrebt, bis 2020 von der Subsistenzwirtschaft zu einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft überzugehen. Dafür ist ein zunehmender Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) erforderlich. Um dies zu erreichen, ist es einerseits notwendig, das Ministerium für IKT und seine Implementierungsagentur RISA institutionell und personell zu stärken. Beides sind die zuständigen Schlüsselinstitutionen. Andererseits unterstützt das „Center for Digital Transformation: Africa“ die Partner bei der Entwicklung und Implementierung von digitalen Lösungen. Das neue Projekt „Digitale Lösungen für nachhaltige Entwicklung“ (Englisch: „Digital Solutions for Sustainable Development“, DSSD) unterstützt hierfür die ruandischen Partner-Institutionen bei der Umsetzung des Smart Rwanda Masterplans (2016-2020) und seiner Projekte.

Ziel

Ruanda nimmt in Afrika eine führende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von SDG-relevanten digitalen Lösungen (SDG: Sustainable Development Goals, deutsch: Ziele nachhaltiger Entwicklung), sogenannten Smart Solutions, ein.

Geflüchtete erhalten durch das Koombook, einer virtuellen Bibliothek, Zugang zu Büchern und Wissen.

Vorgehensweise

Digitale Lösungen werden in Zusammenarbeit mit der internationalen Privatwirtschaft, Forschungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft entwickelt und vom Digitalzentrum unterstützt und verwaltet. Die fachlich zuständigen Ministerien werden bei der Umsetzung der entwickelten Lösungen finanziell unterstützt. Darüber hinaus findet die Skalierung von entwickelten digitalen Lösungen in anderen afrikanischen Ländern statt. Partner der Zusammenarbeit sind afrikanische Organisationen und Netzwerke, zum Beispiel das Smart Africa Sekretariat und das SDG Center for Africa.

Das landesweite Online-Stellenportal hilft den Einwohnern Ruandas bei der Arbeitssuche. Unterstützt wird das neue Portal durch das EcoEmploi-Programm der GIZ.

Das Digitalzentrum übernimmt eine Brückenfunktion zwischen deutschen und europäischen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen und potenziellen ruandischen Partnern. In Ruanda werden die Strukturen und Kapazitäten geschaffen, digitale Lösungen zu entwickeln, umzusetzen und zu verbreiten – im Land selbst und in ganz Afrika. Dies steht in einem engen Zusammenhang mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung.

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