REDD+ für Early Mover (REM)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm REDD+ für Early Mover (REM)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Finanziert: KfW Entwicklungsbank
Land: Brasilien
Politischer Träger: Das Umweltsekretariat des Bundesstaates Mato Grosso (Sema/MT), das Umweltsekretariat des Bundesstaates Acre (Sema/AC), das Institut für Klimawandel und Umweltdienste des Bundesstaates Acre (IMC/AC) und das brasilianische Ministerium für Umwelt (MMA)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019

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Ausgangssituation

Die brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Acre haben bedeutende Fortschritte bei der Bekämpfung der Entwaldung gemacht und konnten so ihre CO2-Emissionen mindern. Die Initiativen der Bundesstaaten, beispielsweise die Einführung von gesetzlichen Regelungen zu REDD+, nachhaltige Strategien zur Bekämpfung und Inwertsetzung des Waldbestands sowie die Erfüllung einer Reihe von Voraussetzungen haben dazu geführt, dass diese beiden Bundesstaaten für das Programm REDD+ für Early Movers (REM) in Frage kamen. Das Programm zeichnet wegweisende REDD+-Initiativen aus und wird von der KfW Entwicklungsbank durch ergebnisbasierte Zahlungen koordiniert.

Acre befindet sich derzeit in der zweiten Phase des Programms. Mato Grosso befindet sich in der ersten Phase, die Planung und Umsetzung umfasst. Die GIZ bietet diesen Partnern gezielte technische Unterstützung, um die Anforderungen zu erfüllen, von denen die Zuerkennung von ergebnisbasierten Zahlungen abhängig ist. Dazu zählen u. a. Garantien, Ombudsleute, ein inklusiver und effektiver Vorteilsausgleich sowie eine partizipatorische Regierungsführung.

Ziel

Die Bundesstaaten Mato Grosso und Acre setzen in Bezug auf REDD+-Systeme und das Konzept eines effektiven und inklusiven Vorteilsausgleichs eine partizipatorische Regierungsführung um. Neben der Einhaltung von REDD + Safeguards sowie anderen internationalen Standards unterstützt die GIZ die Verbesserung der Szenarien in den Bundesstaaten, um die oben genannten Ziele zu erreichen.

Vorgehensweise

Das REM-Programm wird in zwei brasilianischen Bundesstaaten durchgeführt. In Mato Grosso wird es von der Regierung des Bundesstaates und der Bundesregierung gemeinsam über das Umweltministerium (MMA) umgesetzt, wobei die Zivilgesellschaft aktiv beteiligt wird. In Acre wird das Programm gemeinsam von der Regierung des Bundestaates, dem Institut für Klimawandel und Umweltdienste des Bundesstaates und der Bundesregierung über das MMA realisiert. Auch hier ist die Zivilgesellschaft aktiv beteiligt. Da das Programmn darüber hinaus in zwei weiteren Ländern (Kolumbien und Ecuador) läuft, wird ein ständiger Erfahrungsaustausch gefördert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden mit der Zeit national und international verbreitet.

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Die GIZ unterstützt die Federation of Indigenous Peoples and Organizations of Mato Grosso (Fepoimt) und das Center for Life Institute (ICV) bei der Entwicklung des Unterprogramms Indigene Gebiete in Mato Grosso, fördert eine partizipatorische Regierungsführung bei der Entscheidungsfindung und Umsetzung der Programme in beiden Bundesstaaten, stärkt die Synergien zwischen den Bundesstaaten und dem nationalen REDD+-Komitee (ConaREDD+), unterstützt die Einhaltung der sozial-ökologischen Safeguards, leistet Unterstützung bei der Überwachung der Entwaldung in den Bundesstaaten; fördert die Entwicklung eines sozial-ökologischen Risikomanagementsystems REM/SisREDD+; setzt sich für die Stärkung des Büros der Ombodsperson für REM/REDD+ und fördert die wirkungsvolle Einbindung indigener und traditioneller Völker und Gemeinschaften in die Umsetzung der Unterprogramme, auf Grundlage der institutionellen Stärkung von Fepoimt, der Superintendence of Indigenous Affairs (SAI) und dem Sekretariat für Familienlandwirtschaft der Landesregierung von Mato Grosso.

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