Beschäftigung und Handel im Mittelmeerraum fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beratung der Union für den Mittelmeerraum (UfM) zu Beschäftigung und Handel
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ägypten, Albanien, Algerien, Bosnien Herzegowina, Jordanien, Libanon, Marokko, Mauretanien, Montenegro, Palästinensische Gebiete, Tunesien, Türkei
Politischer Träger: Sekretariat der Union für den Mittelmeerraum (UfMS)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2021

Ausgangssituation

Die Union für den Mittelmeerraum (Union for the Mediterranean, UfM) wurde 2008 gegründet. Sie fördert die Kooperation zwischen den Mitgliedsländern der Europäischen Union (EU) und den südlichen und östlichen Anrainerstaaten des Mittelmeers in zentralen regionalen Themen. Zu diesen Themen gehören insbesondere Beschäftigung und Handel. 

Hohe Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und geringes Einkommen sind wichtige Ursachen sozialer Instabilität in Nordafrika und Nahost. Besonders betroffen sind Jugendliche und Frauen. 20 Prozent aller Frauen haben keine Arbeit. Bei den 15- bis 24-Jährigen liegt die Arbeitslosenquote sogar bei 30 Prozent.
Gleichzeitig sind die regionale wirtschaftliche Integration und damit auch der Handel so niedrig wie in keiner anderen Region der Welt. So spielen sich die Handelsströme zu 90 Prozent innerhalb der EU ab, zu neun Prozent zwischen der EU und ihren südlichen Nachbarländern und zu nur einem Prozent zwischen den südlichen Nachbarn.

Die UfM zielt darauf ab, gemeinsame regionale Lösungsansätze zu finden. Dies geschieht durch eine verstärkte politische Kooperation zwischen den UfM-Mitgliedstaaten, die Organisation von Dialogformaten mit relevanten Akteuren und die Unterstützung von konkreten Projekten im Mittelmeerraum. 

Den vielfältigen regionalen Herausforderungen und Problemstellungen stehen allerdings geringe personelle und fachliche Kapazitäten des UfM-Sekretariats gegenüber. Das erschwert eine effektive Unterstützung des regionalen Austauschs zwischen privatwirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren zu den Themen Beschäftigung und Handel. 

Ziel

Der regionale Austausch zwischen privatwirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren zu den Themen Beschäftigung und Handel ist innerhalb der Union für den Mittelmeerraum verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben baut zum einen die fachlichen Kapazitäten des UfM-Sekretariats weiter aus. Dadurch kann es sich als kompetenter Mittler und fachliche Plattform für eine lösungsorientierte Arbeit an regionalen politischen Herausforderungen weiter etablieren. Im Bereich Beschäftigung wird dabei ein besonderer Fokus auf die Themen Sozialdialog, Einbindung des Privatsektors sowie Frauen- und Jugendbeschäftigung gelegt. Im Handel stehen der Abbau von Handelshemmnissen, E-Commerce und die Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten im Fokus.

Zum anderen unterstützt und berät das Vorhaben das UfM-Sekretariat bei der Gestaltung und Moderation des fachlichen Austausches zwischen relevanten regionalen Akteuren. Ziel ist dabei die Ausarbeitung von praxisrelevanten Politikempfehlungen und umsetzungsorientierten Maßnahmen, die sich auf die Herausforderungen der UfM-Mitgliedsländer in den Bereichen Beschäftigung und Handel beziehen.

Des Weiteren unterstützt das Vorhaben die gemeinsame Umsetzung und Durchführung von Maßnahmen der UfM zu den Themen Beschäftigung und Handel mit Akteuren in der Region.

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