Förderung wirtschaftlicher Perspektiven

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Integriertes Neuvorhaben: Förderung wirtschaftlicher Perspektiven für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Türkei
Politischer Träger: Vizepräsidialamt der Republik Türkei
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

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Ausgangssituation

Seit dem Ausbruch des Krieges in Syrien und der Flucht von Syrern in die Türkei hat die türkische Regierung große Anstrengungen unternommen, um die katastrophale humanitäre Situation der geflüchteten Syrer zu lindern. Angesichts der Tatsache, dass der Krieg in Syrien ins achte Jahr geht, wollen viele der Geflüchteten langfristig in der Türkei bleiben. In diesem Zusammenhang bedarf es neuer Konzepte, um die Syrerinnen und Syrer und aufnehmenden Gemeinden in der Türkei dabei zu unterstützen, Perspektiven für eine nachhaltige wirtschaftliche Eigenständigkeit zu schaffen.

Ziel

Die wirtschaftlichen Perspektiven von syrischen Flüchtlingen und türkischen Bürgern in den aufnehmenden Gemeinden sind verbessert. 

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Vorgehensweise

In enger Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und den jeweiligen Kommunen wird den syrischen Flüchtlingen sowie den türkischen Bürgerinnen und Bürgern der aufnehmenden Gemeinden ein besserer Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Im Rahmen der Maßnahmen werden die zuvor erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten berücksichtigt und auf der Grundlage der Anforderungen des lokalen Arbeitsmarkts gestärkt. Mithilfe von weiteren Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen erhält die Zielgruppe die Möglichkeit, eine menschenwürdige Beschäftigung auf dem formalen Arbeitsmarkt zu finden. Kleinunternehmen und künftige Unternehmer werden durch Schulungen, Vernetzungsmöglichkeiten und die Vermittlung eines besseren Verständnisses des Marktumfelds unterstützt; dazu gehören die Vermittlung von Kenntnissen in Bezug auf die türkische Gesetzgebung sowie Informationen über den Zugang zu Finanzmitteln und andere Unterstützungsmaßnahmen.

Für die syrischen Flüchtlinge umfassen alle Maßnahmen auch Sprachkurse, denn die Beherrschung der Landessprache ist die wichtigste Kompetenz zur Förderung der Integration. Damit auch Frauen die Chancen am Arbeitsmarkt nutzen können, werden Kinderbetreuungsmöglichkeiten angeboten. Die Maßnahmen sollen nach Möglichkeit stets den sozialen Zusammenhalt zwischen den syrischen Geflüchteten und den türkischen Bürgerinnen und Bürgern fördern, beispielsweise durch gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten.

Das Projekt Förderung wirtschaftlicher Perspektiven für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden (PEP) legt den Schwerpunkt auf die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten durch Kompetenzentwicklung und Qualifizierung, die Förderung von Kleinunternehmen und unternehmerischer Initiative sowie die Stärkung des Privatsektors. Damit tragen die Projektmaßnahmen direkt zu mehreren Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen (UN) bei. Dazu zählen insbesondere: Ziel 1: Keine Armut, Ziel 4: Hochwertige Bildung, Ziel 5: Geschlechtergleichheit; Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum sowie Ziel 10: Weniger Ungleichheiten.

Das Projekt baut auf den Erfolgen und Erfahrungen der beiden „Cash for Work“-Projekte (2016-2019) auf, die die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Türkei durchführt.

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