Förderung kleiner Organisationen im Bereich Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Capacity Building and Finance for Local Action on Climate and Biodiversity (CBF)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2025

Ausgangssituation

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) finanziert seit 2008 erfolgreich Klima- und Biodiversitätsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Transformationsstaaten. Kleinen nationalen und lokalen Organisationen fehlt bisher weitgehend ein direkter Zugang zu internationalen Finanzmitteln für Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität. Das BMU erweitert mit diesem Programm seine Strategie und öffnet für diese Organisationen ein neues Finanzierungsfenster.

Ziel

Kleine subnationale, nationale und regionale Organisationen setzen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens und der Biodiversitätskonvention um. Ihre organisatorischen Fähigkeiten sind verbessert. Sie unterstützen relevante Veränderungen in den jeweiligen Ländern.

Vorgehensweise

Das Vorhaben fördert kleine Organisationen, um eine breitere gesellschaftliche Mitgestaltung und das Bewusstsein und Engagement für Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität in den Partnerländern zu unterstützen. Es handelt sich um das erste Programm, das im Rahmen der IKI ganz speziell darauf ausgerichtet ist, kleine Organisationen, dezentrale Lösungen und Innovationen zu fördern. Diese können Mittel über zwei Finanzierungslinien erhalten. In der ersten Linie vergibt das Vorhaben bis 2025 mehr als 100 Finanzierungsverträge über ein globales Projektantrags- und Auswahlverfahren. Das maximale Mittelvolumen, das ausgewählte Projekte erhalten können, beträgt dabei 100.000 Euro. Die Empfänger sind in der Regel gemeinnützige Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Das Vorhaben wählt Einzelprojekte so aus, dass ihre Ergebnisse und Erfahrungen in weitere Projekte einfließen können. Sie finden so auch Eingang und Anwendung in nationalen Strategien und Geberfinanzierungen. 

Weiterhin erhalten nationale oder regionale Fördermechanismen Unterstützung, also zum Beispiel Stiftungen und Fonds. Entsprechende Einrichtungen gilt es zunächst zu identifizieren, zu beraten und dann in größerem Umfang finanziell auszustatten. Die Empfänger der Mittel sind dann ebenfalls kleine subnationale, nationale und regionale Durchführungsorganisationen aus Partnerländern.  
Die ausgewählten Kleinprojekte sowie Fördermechanismen erhalten Unterstützung über die jeweiligen Länderbüros der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Der Aufbau von Kompetenzen und Erfahrungen ist ein wichtiges Ziel des Projektes. Die geförderten kleinen Organisationen sowie Fördermechanismen sollen fachlich und administrativ an ihren Aufgaben wachsen, damit sie langfristig Klima- und Biodiversitätsprojekte auf den Weg bringen und umsetzen können. 

Dieses IKI-Projekt berücksichtigt Herausforderungen des globalen Strukturwandels, des gesellschaftlichen Wandels, der Digitalisierung und der Urbanisierung. Diese globalen Megatrends bergen das Risiko, bestehende soziale und ökologische Probleme weiter zu verschärfen. Gleichzeitig bieten diese Entwicklungen Potenziale und Chancen für neuartigen Lösungen. Das Projekt ist aus diesem Grund als Labor und Inkubator für innovative und experimentelle Ansätze für eine breitere Anwendung angelegt.