Wirtschaftswachstum in Tadschikistan breitenwirksam fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schwerpunktprogramm nachhaltige Entwicklung - Förderung breitenwirksamen Wirtschaftswachstums (TRIGGER II) 
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tadschikistan
Politischer Träger: Ministry of Economic Development and Trade of the Republic of Tajikistan
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

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Ausgangssituation

Der Übergang zu einer stärker marktwirtschaftlich orientierten Volkswirtschaft ist in Tadschikistan – im Vergleich zu anderen ehemaligen Sowjet-Staaten – nur sehr begrenzt erfolgt. Die Landwirtschaft ist bis heute der größte Wirtschaftszweig. Die meisten Beschäftigten im ländlichen Raum sind in Kleinst-, Klein- und mittleren Unternehmen (KKMU) und als Kleinproduzent*innen tätig. Da sie keinen gut entwickelten Marktzugang haben, sind ihre Möglichkeiten zur Wertschöpfung – ob durch Produktivitätssteigerung, Rohstoffverarbeitung oder die Erschließung neuer Märkte – begrenzt. Erschwerend wirken mangelnde Infrastruktur sowie schlechtes Investitionsklima. Für die Entwicklung des Landes fehlt es an Finanzierungsmechanismen, Fachkräften sowie einer klaren Politik für die Entwicklung der Privatwirtschaft.

Ziel

Kleinst-, Klein- und mittlere Unternehmen sowie Kleinproduzent*innen aus dem Agrarbereich haben ihre Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, und damit ihren Beitrag zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung, verbessert.

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Vorgehensweise

Das Projekt "Schwerpunktprogramm nachhaltige Entwicklung - Förderung breitenwirksamen Wirtschaftswachstums (TRIGGER II)" baut auf den Ergebnissen der Vorgängerprogramme auf. Der Schwerpunkt liegt auf der Landwirtschaft, einschließlich der Verarbeitung und Vermarktung von Agrarerzeugnissen. Das Projekt zielt darauf ab, die Verbindungen zwischen verschiedenen Marktakteuren (zum Beispiel Erzeuger*innen und Verarbeiter*innen) zu verbessern und so den Mehrwert von Produkten und Dienstleistungen in Tadschikistan zu steigern. 

Das Projekt verfolgt dazu einen mehrstufigen Ansatz. 

  • Ziel ist zum einen die tadschikische Regierung dabei zu unterstützen, den Privatsektor auszubauen und ein unternehmerfreundliches Umfeld zu fördern. Dies soll vor allem durch einen besseren Austausch von Politik und Wirtschaft geschehen. Ein Beispiel dafür ist das jährliche Wirtschaftstreffen in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe, das eine wichtige Plattform für politische Diskussionen und Reformvorschläge zu bedeutenden Wirtschaftsthemen geworden ist.
  • Daneben setzt das Vorhaben auf die Entwicklung integrierter Wertschöpfungsketten, die dazu beitragen in ländlichen Regionen  die Einkommensmöglichkeiten von Kleinproduzent*innen und Erzeuger*innen landwirtschaftlicher Produkte zu verbessern. Durch Schulungen und Beratungen zum Beispiel zu nachhaltigen, klimaresistenten Anbaumethoden, Weiterverarbeitung von Produkten oder zu Vermarktungsoptionen können Bäuer*innen nachweislich höhere Erträge erzielen. Abnahmeverträge mit Agrarunternehmen und eine wirksamere Vernetzung von Erzeugern, Dienstleistern, Verarbeitern und Vertrieb bieten zudem Absatzsicherheit.
  • Das Projekt fördert die Export- und Marketingmöglichkeiten. Neue Märkte und Kontakte zu Export- und Agrarverbänden wie auch die Zertifizierung nach Bio-Standards steigern die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Produkte national wie international.
  • Das Vorhaben fördert Start-ups aus dem KKMU-Bereich mit Trainings und Workshops und vernetzt sie mit Investoren und Unternehmen. Auf diese Weise können sie ihre Ideen weiterentwickeln und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigern. Potenzielle Gründer*innen werden zum Unternehmertum ermutigt.
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