Die Leistungsfähigkeit der Natur in Schutzgebieten erhalten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung von Schutzgebieten als Beitrag zum Erhalt von Ökosystemleistungen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Europäische Union (EU)
Land: Mongolei
Politischer Träger: Ministerium für Umwelt und Tourismus
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2024

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Ausgangssituation

Die biologische Vielfalt der Mongolei bildet die wirtschaftliche und kulturelle Grundlage des Landes. Um sie zu erhalten, wurden große Flächen des Landes unter Schutz gestellt. Klimawandel und Übernutzung der Naturressourcen gefährden aber dennoch die Artenvielfalt und Ökosysteme.

Ein Großteil der Landbevölkerung lebt in Randzonen, die Schutzgebiete umschließen. Armut ist dort ein Grund für die Übernutzung natürlicher Ressourcen – doch Schäden an den Schutzgebieten beeinträchtigen auch die Lebensgrundlage der Bevölkerung.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die langfristige Entwicklung von Schutzgebieten in der Mongolei sind verbessert.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben berät das Ministerium für Umwelt und Tourismus zum rechtlichen Rahmen für Naturschutzgebiete. Auf diese Weise fördert es die finanzielle Selbstbestimmung der Schutzgebietsverwaltungen. Diese können so unabhängiger agieren und eigene Einnahmen in das Management der Schutzgebiete investieren.

Das Vorhaben fördert zudem koordiniertes Handeln von Schutzgebieten und Interessengruppen, um Potenziale für großräumigen Landschaftsschutz zu nutzen.

Um der Bevölkerung Alternativen zur bisherigen Übernutzung zu bieten, unterstützt das Vorhaben umweltverträglichen Tourismus und berät zur dauerhaften Bewirtschaftung der Naturressourcen.

Seit 2021 fördert das Vorhaben gemeinsam mit mit der Europäischen Union, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sowie mit Frankreich und Tschechien innovatives Landschaftsmanagement und den Wechsel von bedarfsorientierter zu umweltschonender Waldnutzung.

Begleitend geht es darum, eine Umweltkommunikationsstrategie zu entwickeln und teilweise umzusetzen. Medienkampagnen und Bildungsmaßnahmen vermitteln der Bevölkerung, Besucher*innen der Schutzgebiete sowie Fachleuten Wissen und eine positive Einstellung.

Mit allen Maßnahmen schafft das Vorhaben Voraussetzungen für ein umweltverträgliches Management der Schutzgebiete und den Schutz von Artenvielfalt sowie der Lebensgrundlage der Bevölkerung.

Stand: August 2021

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