ProBosque II: Wald- und Klimaschutz in der Chiquitania

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Integriertes Waldmanagement zur Reduzierung der Entwaldung II in Bolivien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Bolivien
Politischer Träger: Ministerium für Entwicklungsplanung (Ministerio de Planificación del Desarrollo, MPD)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

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Ausgangssituation

Die Chiquitania ist eine Savannenregion im östlichen Bolivien. Der artenreiche Trockenwald dieser Region gehört zu den größten zusammenhängenden und noch existierenden Trockenwaldökosystemen der Welt. 

Durch die anhaltenden Umwandlungen in landwirtschaftliche und viehwirtschaftliche Nutzfläche ist der Bestand der Wälder stark gefährdet. Diese Landnutzungsänderungen haben spürbare Auswirkungen auf das lokale Klima, was vor allem an der zunehmenden Wasserknappheit deutlich wird. Der Hauptgrund des Waldverlustes liegt in der geringen Wertschöpfung der Wälder.

Ziel

Die wirtschaftlichen und strategisch-politischen Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Walderhalt in der Chiquitania sind verbessert. Umweltschonende und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung wird auf einer Fläche von 12.000 Hektar umgesetzt.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die Einführung von Innovationen sowie den Abbau von regulatorischen Einschränkungen für die Bewirtschaftung des Waldes. Insgesamt soll die Waldbewirtschaftung rentabler werden. 

Geplant ist es, neue Methoden in zwölf indigenen Gemeinschaften der Gemeinden San Ignacio de Velasco, Concepción und San Antonio de Lomerio pilothaft umzusetzen. Sie sind darauf ausgelegt, später in weiteren Regionen eingeführt zu werden. Hierbei berät das Projekt sowohl für Holz- als auch Nichtholzprodukte. Indigene Gemeinschaften sollen in ihren administrativen und technischen Kompetenzen gestärkt werden. Dabei sollen auch Genderaspekte Berücksichtigung finden. Das Vorhaben unterstützt weiterhin den Aufbau von Vermarktungsstrukturen in Kooperation mit der Privatwirtschaft. 

Der Austausch von Erfahrungen und die Erarbeitung von gemeinsamen Strategien erfolgt durch lokale und nationale Netzwerke. Um eine umweltverträgliche Bewaldung zu fördern, identifiziert das Projekt gemeinsam mit der Forstdirektion des Umwelt- und Wasserministeriums und der Kontrollbehörde für Wald und Land regulatorische Barrieren, damit sie entsprechend angepasst werden.

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