Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Tansania

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Tansania 
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Tansania
Politischer Träger: Ministerium für Gesundheit, Gemeinwesenentwicklung, Genderfragen, ältere Menschen und Kinder (Ministry of Health, Community Development, Gender, Elderly and Children – MoHCDGEC)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

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Ausgangssituation

Durch den nationalen Strategieplan für den Gesundheitssektor (Health Sector Strategic Plan – HSSP) 2015-2020 sollen die 54 Millionen Einwohner*innen von Tansania Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen erhalten, die objektiven Qualitätskriterien genügen und stärker auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen ausgerichtet sind. Obwohl Tansania in diesem Bereich stetige Fortschritte macht, reicht die Gesundheitsversorgung in qualitativer und quantitativer Hinsicht noch nicht aus, um den Bedürfnissen der kontinuierlich wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden. Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen Frauen im gebärfähigen Alter, Neugeborene und Kinder. Außerdem muss sichergestellt werden, dass alle Bürger*innen Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen können, ohne dadurch zu verarmen. Dies entspricht dem internationalen Ziel, universellen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu schaffen (SDG 3.3 ,Universal Health Coverage).

Mit dem Projekt wird ein leistungsfähigeres Gesundheitssystem in den Partnerregionen Mbeya und Tanga angestrebt. Neben der Digitalisierung wichtiger Arbeitsprozesse sollen die wesentlichen Akteure in den Kompetenzen gestärkt werden, die sie für die Planung und Realisierung grundlegender Gesundheitsleistungen benötigen. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der sozialen Sicherung im Krankheitsfall.

Ziel

Die Bürger*innen in den Partnerregionen haben einen besseren Zugang zu qualitätsgesicherten Gesundheitsleistungen.

Vorgehensweise

Das Programm wird von 2019 bis 2022 in den Regionen Mbeya und Tanga durchgefuehrt, im Bereich soziale Sicherung zunaechst auch noch in Lindi und Mtwara. Es leistet einen Beitrag zu den wesentlichen Zielen des vierten nationalen Strategieplans für den Gesundheitssektor (Health Sector Strategic Plan – HSSP IV): Alle Haushalte sollen hochwertige grundlegende Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen können und sozial abgesichert sein.

In ausgewählten Krankenhäusern auf der Bezirksebene und auf der regionalen Ebene werden die von nationaler Seite empfohlenen digitalen Systeme eingeführt und/oder erweitert. Es werden Schulungen und Mentoring-Leistungen zur Bedienung dieser Systeme angeboten und neue Instrumente zur Unterstützung der Benutzer eingeführt. Außerdem werden Benutzerfeedback-Mechanismen eingerichtet und Verknüpfungen zu anderen Informationssystemen geschaffen.

Gemeinsam mit den Gemeinden und den Mitarbeitern in den Gesundheitseinrichtungen wird an partizipativen Planungsprozessen, der Nutzung besserer Daten und einer effektiven Ressourcenverteilung gearbeitet, um die Rechenschaftspflicht und die Transparenz gegenüber den Leistungsempfängern zu steigern. Dabei sind die Maßnahmen darauf ausgelegt, dass sie den Erfolg der nationalen Strategie zur direkten Finanzierung von Gesundheitseinrichtungen (Direct Health Facility Financing – DHFF) gewährleisten. 

Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Verbesserung und Erweiterung der Geburtshilfe und der Neugeborenenversorgung sowie auf einer umfassenden grundlegenden Notfallversorgung für Mütter und gefährdete Babys. Auch die Angebote der Familienplanung werden erweitert und in den Gesundheitszentren und Krankenhäusern in andere Leistungen integriert, damit sie nach der Geburt beide Elternteile erreichen. 

Anfangs hat das Programm einen Beitrag zur Umstellung der Gemeindegesundheitsfonds (Community Health Funds – CHF) auf das verbesserte CHF-Modell geleistet und die Schaffung wesentlicher Strukturen und Prozesse in Mbeya, Tanga, Mtwara und Lindi bewirkt. Aktuell stehen Mentoring-Angebote zu den ersten Umsetzungserfahrungen im Vordergrund. Damit soll sichergestellt werden, dass diese wichtigen Kapazitäten tatsächlich einsatzfähig sind, so dass die Menschen Zugang zu Gesundheitsleistungen haben und die Gesundheitseinrichtungen zeitnah und angemessen bezahlt werden, wenn die Unterstützung aus dem Projekt im Februar 2020 ausläuft.

Die Vergabe von Unteraufträgen an Beratungsunternehmen steht noch aus. 

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