Natural Resources Stewardship Programme (NatuReS): Nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen für Wirtschaftswachstum

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Natural Resources Stewardship Programme (NatuReS) for Growth
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Äthiopien, Sambia, Südafrika, Tansania, Uganda
Politischer Träger: Äthiopien: Ministerium für Umwelt, Wald und Klimawandel (Ministry of Environment, Forest and Climate Change); Sambia: Ministerium für Wasserentwicklung, Abwasserentsorgung und Umweltschutz  (Ministry of Water Development, Sanitation and Environmental Protection); Südafrika: Abteilung für Wasser und Abwasser (Department of Water and Sanitation); Tansania: Ministerium für Wasser und Bewässerung (Ministry of Water and Irrigation); Uganda Ministerium für Wasser und Umwelt (Ministry of Water and Enviroment)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2020

Ausgangssituation

Die Global Risk Reports des Weltwirtschaftsforums heben wasserbedingte Bedrohungen immer wieder als größte Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahrzehnte hervor. Diese Risiken hängen eng mit der Verfügbarkeit und Qualität der natürlichen Ressourcen wie etwa Boden, Wasser, Feuchtgebiete, natürliche Vielfalt und deren Bewirtschaftung zusammen.

Knappe und übernutzte natürliche Ressourcen sind die Ursache für soziale und wirtschaftliche Risiken in den Partnerländern Äthiopien, Sambia, Südafrika, Uganda und Tansania. Das operative Geschäft von Unternehmen und ihre Investitionen werden negativ beeinflusst. Gleichzeitig konzentrieren sich die nationalen Entwicklungspläne in allen Ländern auf den Ausbau der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion, um die Armut zu verringern, ohne die diese Risiken ausreichend zu berücksichtigen.

Ziel

Die sozialen und wirtschaftlichen Risiken durch knappe oder gefährdete natürliche Ressourcen sind reduziert.

Vorgehensweise

Natural Resources Stewardship bedeutet, dass alle Nutzer*innen natürlicher Ressourcen die Verantwortung für ihre Auswirkungen auf die gemeinsame Ressource übernehmen und gemeinsam für ein nachhaltiges Management arbeiten. Das Konzept beruht auf der Erkenntnis, dass die Herausforderungen nicht von einzelnen Organisationen gelöst werden können, sondern durch konzertierte, kooperative Maßnahmen angegangen werden müssen.

Das Natural Resources Stewardship Programme (NatuReS) for Growth ist eine Fortsetzung des International Water Stewardship Programme (IWaSP). Die GIZ implementiert das Multi-Geber-Programm der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Neben Deutschland wird das Vorhaben von der britischen Regierung (FCDO) gefördert. Eine Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ist geplant. Das Vorhaben unterstützt Partnerschaften von Regierungen, Unternehmen und der Bevölkerung: Maßnahmen werden gemeinsam identifiziert, entwickelt und umgesetzt, um die sozialen und wirtschaftlichen Risiken der Verknappung oder Gefährdung natürlicher Ressourcen zu reduzieren. Der Privatsektor trägt zur Umsetzung der Partnerschaften bei.

Das Programm fungiert als Moderator und schafft eine Vertrauensbasis zwischen den beteiligten Parteien. Es verbessert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, berät fachlich und institutionell und hilft beim Aufbau von Kapazitäten der Partner, zum Beispiel bei der besseren Koordination und Überwachung von Schutzmaßnahmen für Wasserressourcen wie in der Flussgebietsregion Kiiha in Uganda, bei der die Zuckerindustrie mit Kommunen und Kleinbauern zusammengebracht wurde, um Feuchtgebiete zu schützen und die Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen. Das hat neben dem Schutz der natürlichen Ressourcen dazu geführt, dass der lokale Zuckerproduzent Kinyara Sugar Ltd. 55 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Produktion investiert und 7.900 neue Arbeitsplätze geschafft hat.

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit bilateralen und regionalen Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Weitere Kooperationspartner sind unter anderem das UN CEO Water Mandate, die Alliance for Water Stewardship und das Water Integrity Network.

Wirkungen

NatuReS ist das Nachfolgeprogramm des International Water Stewardship Programme (IWaSP) und baut auf den vielen Erfolgen des IWaSP-Programms auf, das von 2013 bis 2019 aktiv war. 

IWaSP hat mit über 70 Unternehmen zusammengearbeitet und war an 38 Partnerschaften beteiligt; private Unternehmen beteiligten sich mit mehr als 15 Millionen Euro an den Partnerschaften; Insgesamt profitierten mehr als 3,2 Millionen Menschen direkt und über 10,1 Millionen indirekt von den Aktivitäten des Programms.  

NatuReS knüpft an die Erfolge von IWaSP an und setzt den Stewardship- und Partnerschaftsansatz fort. Dabei konzentriert sich das Vorhaben auf Städte, ökonomische Entwicklungszonen und Wassereinzugsgebiete, in denen eine breitenwirksamere Wirkung erreicht werden kann. Neben den sozialen und ökologischen Wirkungen misst das Vorhaben seinen Beitrag zu ökonomischer Entwicklung: Es sollen 78.800 Jobs und Investitionen in Höhe von 225 Millionen Euro gesichert beziehungsweise gefördert werden.

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