Für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion sorgen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sektorvorhaben Nachhaltigkeitsstandards und öffentlich-private Verantwortung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Deutschland
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2022

Ausgangssituation

Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion sind ein Kernziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Die internationale Staatengemeinschaft und mit ihr die Bundesregierung haben sich verpflichtet, die Produktion und den Verbrauch von Produkten und Dienstleistungen nachhaltig   zu gestalten. Um dies zu erreichen, müssen der Staat, die Wirtschaft und die Verbraucher*innen gemeinsam handeln.

Ziel

Öffentliche und private Handlungsträger*innen übernehmen mehr Verantwortung für einen nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion.

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bearbeitet das Vorhaben vier Themenfelder:

  • Unternehmerische Verantwortung
  • Nachhaltige öffentliche Beschaffung   
  • Nachhaltigkeitsstandards und nachhaltiger Konsum
  • Betrieb der Geschäftsstelle des Deutschen Global Compact Netzwerks (DGCN)  

 Das Vorhaben berät das BMZ zu aktuellen politischen Themen: wie dem deutschen Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP), den Möglichkeiten zur gesetzlichen Regulierung für mehr Nachhaltigkeit in weltweiten Lieferketten oder dem Stufenplan Textil für die nachhaltige öffentliche Beschaffung.  

Das Verbraucherportal „Siegelklarheit “ bewertet Siegel aus verschiedenen Produktgruppen auf ihre Aussagekraft hin. Verbraucher*innen erkennen so leichter, welches Siegel ihren Ansprüchen entspricht.
Der „Kompass Nachhaltigkeit“  richtet sich an Beschaffer*innen in öffentlichen Stellen : wie Rathäuser oder Bundesministerien. Das Portal bietet wichtige Informationen für den nachhaltigen Einkauf – beispielsweise welche Gütezeichen für welche Nachhaltigkeitskriterien stehen.

Weitere Projekte sind ein Nachhaltigkeitskompass für kleine und mittlere Unternehmen („KMU-Kompass“) und Kooperationen mit themenrelevanten Organisationen wie dem Business & Human Rights Resource Center   (BHRRC ), dem International Trade Center (ITC ), der Diakonie und der International Social and Environmental Accreditation and Labelling Alliance (ISEAL Alliance).

Wirkung

  • Das Portal „Kompass Nachhaltigkeit“ ist erfolgreich weiterentwickelt und verbreitet worden. Ende 2018 wurde es an die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt   (SKEW) als unabhängige Trägerorganisation übergeben.
  • Das Portal „Siegelklarheit“ erreicht eine stetig wachsende Gruppe an interessierten Nutzer*innen. Das Angebot erweitert sich kontinuierlich.
  • Bei der Entwicklung des „KMU-Kompass“ konnten  Interessensvertreter*innen eingebunden werden. Das Vorhaben befragte Unternehmer*innen nach ihren Bedürfnissen und gewann sie für das Projekt.
  • Die Mitgliederzahlen des DGCN steigen stetig. Das umfassende Informationsangebot erleichtert Mitgliedsorganisationen den Zugang zu Nachhaltigkeit: beispielsweise mittels Veranstaltungen zu den Themen Wirtschaft und Menschenrechte, Umwelt und Klima oder Korruptionsvorbeugung.
  • Die Geschäftsstelle des DGCN veranstaltet regelmäßige Lern- und Gesprächsforen. Damit stärkt sie den Austausch und die Zusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit zwischen den über 550 Teilnehmenden des DGCN. Vertreten sind 500 Unternehmen verschiedener Größe und etwa 60 Handlungsträger*innen der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik.