Grüne Infrastruktur in Amman verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Pilotprojekt Verbesserung der Lebensbedingungen in Ammans Armutsgebieten
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Jordanisches Umweltministerium (MoEnv)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2022

ILCA site in Al-Naser district before rehabilitation

Ausgangssituation

Jordanien gehört zu den trockensten Ländern der Welt. Die Bevölkerung der Hauptstadt Amman hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der Großteil der Stadtbevölkerung lebt in Ost-Amman, das stärker benachteiligt ist als andere Teile der Stadt. Während der rasanten Urbanisierung wurde der Planung von öffentlichen Grünflächen keine Priorität eingeräumt. Infolgedessen haben die Bewohner*innen von Ost-Amman kaum Zugang zu öffentlichen Grünflächen.

Die Bewohner*innen von Ost-Amman sind den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die verbleibende Artenvielfalt aufgrund des sehr geringen Anteils an öffentlichen Grünflächen gefährdet ist.

Ziel

Die partizipative Entwicklung einer grünen Infrastruktur in den benachteiligten Stadtteilen von Amman hat sich verbessert.

ILCA site in Al-Naser district after rehabilitation

Vorgehensweise

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem jordanischen Umweltministerium und der Stadtverwaltung von Amman umgesetzt. Im Rahmen von sechs Baumaßnahmen werden weitere Grünflächen angelegt. Diese tragen zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner*innen bei, weil die Menschen durch die neue grüne Infrastruktur einen besseren Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten, sich besser zu Fuß durch die Stadt bewegen können und die Artenvielfalt geschützt wird.

Die Bewohner*innen werden aktiv in die Planung und Gestaltung der Pilotprojekte einbezogen. Dabei werden geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigt und ein besonderes Augenmerk auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen gelegt. So werden die Integration und der soziale Zusammenhalt gefördert. Das Projekt sorgt für einen Wissenstransfer, bietet Schulungen zum Aufbau von Kapazitäten und verbessert dadurch die Fähigkeiten der Partner.

Mit partizipativen Maßnahmen und Workshops sensibilisiert das Pilotprojekt die lokalen Akteure für die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile einer grünen Infrastruktur, stärkt die Resilienz der Stadt und trägt zum Klimaschutz bei.

Stand: Oktober 2021

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