Die Qualität von inklusiver Bildung in Jordanien fördern (PRO-MISE)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Qualität in der inklusiven Bildung in Jordanien (PROMISE)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: المملكة الاردنية الهاشمية وزارة التربية والتعليم Bildungsministerium (MoE)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

Ausgangssituation

Jordanien ist damit befasst, im Bildungsbereich wichtigen internationalen Menschenrechtskonventionen zu entsprechen. Dazu gehört das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im Jahr 2007 verabschiedete die jordanische Regierung ein Gesetz zu Rechten von Menschen mit Behinderungen und stellte Handlungspläne für das Bildungssystem vor: den strategischen Bildungsplan (Education Strategic Plan - ESP, 2018-2022) und den Zehnjahresplan für inklusive Bildung (10-Year Strategy for Inclusive Education - IES, 2020-2030).

Durch die Handlungspläne ist Jordanien näher an das Ziel herangerückt, allen Menschen den gleichen Zugang zu Bildung zu gewährleisten. Allerdings fehlen weiterhin Kompetenzen bei der Umsetzung eines inklusiven Bildungssystems. Laut ESP waren in den Jahren 2016 und 2017 nur 150 Grundschulen in öffentlicher Trägerschaft für Kinder mit Behinderungen zugänglich. Weitere Belastungen für das Schulsystem sind der starke Zustrom von Geflüchteten aus Syrien sowie der Wechsel von 130.000 Schüler*innen aus Privatschulen auf öffentliche Schulen infolge der Covid-19-Pandemie.

Ziel

Das Bildungsministerium hat mit Unterstützung des PROMISE Programms ein inklusives Schulsystem entwickelt.

Vorgehensweise

Das PROMISE-Programm unterstützt das jordanische Bildungsministerium dabei, den Zehnjahresplan für inklusive Bildung in vier Schwerpunktbereichen korrekt umzusetzen:

Durch die Schaffung eines auf drei Jahre angelegten Aktionsplans und eines Führungskomitees verbessert es landesweit die Planungs- und Managementkompetenzen, die für die Umsetzung und Überwachung des Zehnjahresplans für inklusive Bildung benötigt werden.

Das Programm bereitet Maßnahmen für inklusive Erziehung an 18 Testschulen in den Bezirken Marka, Al Karak and Ajloun vor.

Es befähigt Handlungsträger*innen, wie Schulbehörden, Schulleiter*innen, Lehrer*innen und Eltern inklusive Bildung zu unterstützen.

Relevante Handlungsträger*innen werden durch gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten dafür sensibilisiert, gegen Stigmatisierung vorzugehen und über inklusive Bildung zu informieren.

Stand: Januar 2022