Widerstandsfähigkeit stärken und ländliche Haushalte fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Resilienz und Partizipation auf lokaler Ebene im Jemen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jemen
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2025

Europäische Fahne

Ausgangssituation

Der Jemen ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Er kämpft mit den verheerenden Folgen des seit 2014 andauernden Bürgerkriegs: 80 Prozent der Bevölkerung benötigen humanitäre Hilfe, die Nahrungsmittelknappheit befördert insbesondere bei Kindern Mangelernährung und Krankheiten.
Die physische und soziale Infrastruktur ist vielerorts veraltet und in Kriegsgebieten zum Teil zerstört. Zwei Drittel der Jemenit*innen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen, sodass Krankheiten schnell um sich greifen. Besonders betroffen sind verwundbare Gruppen wie Kinder, Jugendliche, Frauen, Menschen mit Behinderungen und die Minderheit der Muhammasheen. Die Covid-Pandemie, die Cholera-Epidemie und die anhaltende militärische Eskalation erschweren die Lage.
Deshalb wurde ein Übergangshilfevorhaben beauftragt, humanitäre Hilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit im Krisenkontext des Jemens zu vereinen.

Ziel

Lokale Institutionen und verwundbare Bevölkerungsgruppen in Ibb, Dhamar und Hadramaut sind widerstandsfähiger.

Stärkung der institutionellen und beruflichen Kapazitäten von NGOs und akademischen Institutionen in Friedensthemen - Einführungsworkshop 30. Mai

Vorgehensweise

Das Vorhaben berät in vier eng verflochtenen Bereichen:

  • Es trägt dazu bei, Basisdienstleistungen zu verbessern, indem es den Aufbau zerstörter Infrastruktur wie Schulen, Krankenstationen oder Wasserleitungen unterstützt.
  • Das Vorhaben stärkt die Lebensgrundlagen ländlicher Haushalte: Es fördert zum Beispiel,  Bäuer*innen in innovativen Anbau- und Bewässerungstechniken weiterzubilden. Gezielte Cash-for-Work (CfW)-Maßnahmen, wie der Bau von Bewässerungssystemen, tragen zu einer vorübergehenden Stabilisierung ländlicher Haushalte bei.
  • Fischanlandestellen und Vermarktungsstrukturen wiederaufzubauen, fördert die Lebensgrundlagen von Fischer*innen in der Küstenregion des Hadramaut. Fischer*innen erhalten begleitende Trainings in umweltverträglichen Fang- und Verarbeitungsmethoden sowie der Reparatur von Booten.
  • Kleine Projekte mit lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen stärken den sozialen Zusammenhalt von Gemeinschaften.
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Stand: April 2022

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