Kommunale Zusammenarbeit Maghreb-Deutschland (KWT II)

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Kommunale Zusammenarbeit Maghreb-Deutschland
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika NA (Algerien, Marokko, Tunesien)
Politischer Träger: Algerien: Nationale Behörde für Urbanisierung (ANURB) im Ministerium für Wohnungsbau und Urbanisierung und die Stadt; Marokko: Generaldirektion für lokale Gebietskörperschaften im Innenministerium (DGCL); Tunesien: Generaldirektion für Außenbeziehungen und internationale kommunale Zusammenarbeit, im Ministerium für lokale Angelegenheiten und Umwelt (MALE)
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

Ausgangssituation

Die Städte im Maghreb wachsen durchschnittlich um drei Prozent jedes Jahr. Bis 2030 prognostiziert das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat) eine steigende Verstädterung auf 72,5 Prozent für Marokko, 72,6 Prozent für Algerien und 74,4 Prozent für Tunesien. Diese urbane Dynamik bietet den maghrebinischen Gemeinden Chancen bezüglich ihrer wirtschaftlichen und nachhaltigen Entwicklung, indem sie bestehende Strukturen und Infrastrukturen optimieren. Innovative, nachhaltige Technologien, das veränderte ökologische Verständnis, politische Maßnahmen zur sozialen Integration und neue Mobilitätskonzepte transformieren die Städte sukzessive zu lebenswerten Orten. Dennoch bleiben viele Herausforderungen wie die Anpassung an den Klimawandel, mangelnde fachliche Kompetenzen sowie unzureichende Investitionen in die städtische Infrastruktur bestehen. Gleichzeitig möchte die Bevölkerung in die städtische Selbstverwaltung einbezogen werden.

Ziel

Ausgewählte maghrebinische Beteiligte bewältigen die Herausforderungen der Stadtentwicklung besser.

Vorgehensweise

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und die Servicestelle Kommune für die Eine Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH beraten koordinierend Projektpartnerschaften zwischen maghrebinischen und deutschen Städten. Die Projektpartner tauschen Fach- und Erfahrungswissen im Bereich der Stadtentwicklung aus. Diese gezielte Expertise deutscher und maghrebinische Praktiker*innen aus städtischer Verwaltung und Politik fördert die nachhaltige Stadtentwicklung in ausgewählten Städten Algeriens, Marokkos und Tunesiens. 

Durch Pilotprojekte lernen die Partner*innen voneinander. Maghrebinische Städte gestalten die Verwaltungs- und Fachabläufe effektiver und verbessern ihre kommunalen Dienstleistungen durch konkrete Umsetzungen. Deutsche Städte profitieren von den maghrebinischen Erfahrungen zu inklusiven und partizipativen Prozessen in der Kommunalverwaltung und der Stadtplanung. 

Das Vorhaben organisiert für seine Partner*innen Experteneinsätze, Studienreisen und Hospitationen in deutschen und maghrebinischen Städten und Gemeinden und ergänzt methodisches Fachwissen durch Fortbildungen. 

Während der Covid-19-Pandemie sichert das Vorhaben den Austausch zwischen den Gemeinden mit virtuellen Plattformen. 

Neben den kommunalen Projektpartnerschaften unterstützt das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Berlin (EAB) sechs regionale Lernnetzwerke. Diese erarbeiten Praxislösungen zu gemeinsamen Herausforderungen der Stadtentwicklung in den drei Maghreb-Ländern. Jedes Lernnetzwerk verbindet zehn bis zwölf Expert*innen aus maghrebinischen Gemeinden, der staatlichen Verwaltung, der Zivilgesellschaft oder aus Universitäten.

Stand: November 2020

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