Nachhaltigen Konsum und Produktionsweisen in Asien fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen (SCP) in Asien – die nächsten fünf Länder (SCP Outreach)
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar, Vietnam und Bhutan
Politischer Träger: Thailand: Pollution Control Department (PCD); Bhutan: Gross National Happiness Commission; Kambodscha: National Council for Sustainable Development; Laos: Ministry of Natural Resources and Environment (MNRE); Myanmar: Ministry of Natural Resources and Environmental Conservation (MONREC); und Vietnam: Ministry of Planning and Investment (MPI)
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2024

Ausgangssituation

Nachhaltige öffentliche Beschaffung (Green Public Procurement, GPP) und Umweltzeichen haben in den vergangenen Jahren im südostasiatischen Raum deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) unterstützte beispielsweise Thailand, Malaysia, Indonesien und die Philippinen erfolgreich dabei, diese Politikinstrumente erstmals einzuführen. Der Umsetzungsstand variiert jedoch aufgrund verschiedener Faktoren von Land zu Land.

Gerade GPP birgt großes Potenzial, um Treibhausgasemissionen zu verringern, da der Staat als Einzelkonsument über ein erhebliches Budget verfügt. Da die meisten Staaten Südostasiens zudem ähnliche Produkte konsumieren, sind Erfahrungen mit GPP direkt von einem Land auf die Nachbarländer übertragbar. Thailand nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und unterstützt fünf weitere Länder in der Region: Kambodscha, Laos, Myanmar, Vietnam und Bhutan. Vietnam hat bereits seit mehreren Jahren Strategien veröffentlicht, mit denen Umweltzeichen gefördert und eingeführt werden. Kambodscha, Laos, Bhutan und Myanmar befinden sich noch am Anfang dieses Prozesses. In keinem dieser Länder wurde bislang ein Umweltzeichen eingeführt, ein GPP-bezogenes Gesetz verabschiedet oder eine Strategie zur Integration von Nachhaltigkeitskriterien im öffentlichen Beschaffungswesen entwickelt.

Ziel

Verbesserte Konsum- und Produktionsweisen (SCP) fördern eine emissionsarme Wirtschaft und verringern somit die Treibhausgasemissionen. Das nachhaltige öffentliche Beschaffungswesen und die Verwendung von Umweltzeichen helfen Verbraucher*innen dabei, informierte Kaufentscheidungen zu treffen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben fördert fünf asiatische Länder bei der Entwicklung und Einführung von SCP-Politikinstrumenten, insbesondere von Umweltzeichen und nachhaltiger Beschaffung. Unterstützt wird es dabei durch Thailand, wobei es seine Maßnahmen innerhalb des SCP-Rahmenwerks an die konkreten Bedingungen und Anforderungen in den Ländern anpasst.

Environmental-friendly products/unsplash.com

Die Maßnahmen stärken die Institutionen. Sie umfassen technische Schulungen für Vertreter*innen staatlicher Stellen, sowie den Wissenstransfer und die Ausarbeitung von integrierten politischen Lösungen in der Region, beispielsweise in Workshops. Weitere Maßnahmen umfassen Stakeholder-Treffen, um grenzüberschreitende Kernkriterien für Umweltzeichen und GPP in der Wirtschaftsgemeinschaft der Internationalen Organisation südostasiatischer Staaten (ASEAN) festzulegen. Capacity Development und Sensibilisierungsmaßnahmen unterstützen die Partnerinstitutionen bei der Einführung von klimaschutz- und emissionsbezogenen Kriterien in Umweltzeichen. Zu diesem Zweck werden Schulungen und Train-the-Trainer-Programme durchgeführt und internationale Anwendungsbeispiele analysiert.

Schwerpunkte der Fördermaßnahmen sind:

  1. Die Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen, Kommunikationssystemen und geeigneten Anreizmechanismen für besonders klimarelevante Produkte und Dienstleistungen im Rahmen eines GPP- und Umweltzeichensystems in den Zielländern.
  2. Die Ausarbeitung von Strategien für ein nachhaltiges öffentliches Beschaffungswesen.
  3. Die Förderung von Umweltzeichen auf institutioneller Ebene in den Partnerländern.
  4. Die Verbesserung der gegenseitigen Anerkennung von Umweltzeichen in den Zielländern.

Stand: Mai 2021

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