Landwirtschaft und Entwicklung weltweit fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sektorvorhaben Landwirtschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Global
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2024

Menschen bei der Tomatenernte

Ausgangssituation

Weltweit sind rund 811 Millionen Menschen chronisch unterernährt, etwa zwei Milliarden Menschen nehmen nicht genug lebenswichtige Nährstoffe auf. Um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, müssen bis 2050 mindestens 50 Prozent mehr Lebensmittel produziert werden. Hierbei spielen die über 2 Milliarden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit eine wesentliche Rolle, denn sie produzieren 80 Prozent der Nahrungsmittel.

Ernährungssicherung, ländliche Entwicklung und Landwirtschaft haben daher eine hohe Priorität in der neuen Strategie für „Eine Welt ohne Hunger“ (EWOH), die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), im Jahr 2021 entwickelt hat.

Ziel

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) fördert nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme innerhalb der planetaren Grenzen als Beitrag für „Eine Welt ohne Hunger“.

Hände halten einen Korb mit Tomaten.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt das BMZ bei der Positionierung und dem Agenda-Setting im Bereich Landwirtschaft. Neben Politik- und Strategieberatung entwickelt das Vorhaben Methoden und Konzepte und fördert Vernetzung und Wissensmanagement in den Themenschwerpunkten:

1. Pflanzenbau und Tierhaltung: Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion fördern

Integrierte, standortgerechte und ressourceneffiziente Betriebssysteme, die zudem eine klimaresiliente und emissionsarme landwirtschaftliche Entwicklung fördern.

2. Agrar- und Ernährungswirtschaft: Landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten (WSK) stärken

Förderung von Investitionen im Agrarsektor, Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, innovative Geschäftsmodelle sowie Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

3. Innovative Agrarpolitik und Agrarhandelspolitik verbreiten

Freier und fairer Handel mit Agrarprodukten, kontinentale und nationale agrarpolitische Reformen und Handelsabkommen und die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik auf Entwicklungsländer.

Übergreifende Themen: Geschlechtergleichstellung, Menschenrechte, Digitalisierung, Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz und Green Recovery.

Hühner im Freien ( © William Moreland, Unsplash)


Stand: Juni 2021